VU Triesen verliert weiteres Mitglied: Max Burgmeier tritt aus der Partei aus
Max Burgmeier, Gemeinderat und früherer Ortsgruppenvorsitzender der VU Triesen, hat seinen Austritt aus der Vaterländischen Union erklärt. In einer persönlichen Stellungnahme begründet er den Schritt mit zunehmender Desillusionierung über die internen Strukturen und die Führungskultur der Partei. Der Austritt kommt nicht aus heiterem Himmel: Bereits im März 2025 hatte Burgmeier gemeinsam mit den anderen VU-Gemeinderäten die Fraktion im Triesner Gemeinderat aufgelöst.
Kritik an Führungskultur und internen Abläufen
In seiner Erklärung beschreibt Burgmeier die vergangenen vier Jahre als prägend, aber zunehmend ernüchternd. „Als meiner Sicht fehlte es der Gemeindeführung immer mehr an Transparenz, konstruktiver Zusammenarbeit und einer verbindenden Führungskultur», schreibt er. Unterschiedliche Meinungen seien oft nicht als Chance für bessere Lösungen verstanden worden, sondern hätten zu Spannungen und Gräben geführt. Wichtige Projekte seien verzögert worden, und der Gemeinderat sei bei wesentlichen Entscheidungen nicht ausreichend einbezogen worden.
Der Konflikt schwelte schon länger. Bei den Gemeinderatswahlen 2023 hatten Burgmeier und andere VU-Mitglieder der Ortsgruppe Triesen die erneute Kandidatur von Vorsteherin Daniela Erne-Beck nicht unterstützt. Ihre Bedenken zu Führungsstil und Zusammenarbeit seien parteiintern offen angesprochen worden. Letztlich hätten jedoch parteipolitische Überlegungen überwogen – und Erne-Beck wurde erneut nominiert und gewählt.
Im März 2025 eskalierte der Konflikt dann offen: Burgmeier, Rony Bargetze, Armin Heidegger und Fabian Wolfinger traten gemeinsam aus der VU-Fraktion des Gemeinderats aus. Die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Erne-Beck sei „nicht mehr tragbar», hatten die vier damals erklärt. Erne-Beck hat inzwischen angekündigt, bei den Gemeindewahlen 2027 nicht mehr als Vorsteherkandidatin anzutreten. Die VU hat Fabian Wolfinger als Kandidaten nominiert.
Parteiaustritt als letzter Schritt
Den nun vollzogenen Parteiaustritt bezeichnet Burgmeier als „konsequente Folge von Entwicklungen, die ich über längere Zeit mit zunehmender Sorge beobachtet habe». Er betont gleichzeitig, dankbar auf engagierte Wegbegleiter und wertvolle Erfahrungen zurückblicken zu können. Er hoffe, dass künftig eine politische Kultur gepflegt werde, die auf Transparenz, gegenseitigem Respekt und offener Diskussion beruhe.
Burgmeier behält sein Mandat als Gemeinderat. Das Urteil über seine politische Zukunft. Ob er bei den Gemeindewahlen 2027 erneut kandidiert liess er offen.

