Lufthansa prüft dauerhafte Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen

Flugzeuge der Lufthansa

Flugzeuge der Lufthansa | Foto: Gregor Meier

Wegen steigender Kerosinpreise prüft die Lufthansa-Gruppe intern, bis zu 40 Flugzeuge dauerhaft stillzulegen. Das berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernchef Carsten Spohr, der sich an einer internen Mitarbeiterveranstaltung entsprechend geäussert haben soll. Das Unternehmen wollte den Bericht nicht kommentieren.

Den internen Planungen zufolge werden zwei Szenarien durchgerechnet: die Stilllegung von 20 beziehungsweise 40 Maschinen, was 2,5 bis 5 Prozent der Gesamtkapazität entspräche. Im Fokus stehen ältere, treibstoffintensive Typen, die ohnehin zur Ausmusterung anstehen, sowie ertragsschwache Kurzstreckenverbindungen in Europa.

Lufthansa gibt an, rund 80 Prozent ihres Kerosinbedarfs gegen Preisschwankungen abgesichert zu haben. Für die verbleibende Menge entstehen durch die aktuellen Marktpreise jedoch Mehrkosten von rund 1,5 Milliarden Euro. Ticketpreiserhöhungen seien damit unvermeidlich, betonte Spohr – mit absehbaren Folgen: „Das wiederum wird sich auf die Nachfrage auswirken, es werden weniger Menschen reisen.»

Zur Gruppe gehören neben der Kernmarke Lufthansa auch Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines und Eurowings. Höhere Ticketpreise und ein reduziertes Streckennetz dürften damit auch Passagiere in der Alpenregion spüren.