Zukunft des Landesspitals: Zweigleisige Strategie mit unsicherem Ausgang

2032

Plakat auf dem Wille-Areal, ergänzt um das von Regierungsrat Oehry angekündigte Fertigstellungsjahr

Der Landtag hat sich heute mit dem Regierungsbericht zum Landesspital befasst. Die Debatte offenbarte tiefe Meinungsverschiedenheiten über den weiteren Kurs des prestigeträchtigen Bauprojekts.

Die Regierung will bis Herbst 2026 eine «Auslegeordnung» vorlegen, die zeigen soll, ob es gelungen ist, die «roten Elemente» des Projekts auf Grün zu bringen und welche Alternativen auf dem bestehenden Areal realisierbar wären. Ob daraus ein Gesetzesantrag, ein weiterer Bericht oder die endgültige Einstellung des Projekts resultieren wird, bleibt derzeit völlig offen.

Kosten und Zeitplan

Für die weiteren Abklärungen nannte die Regierung konkrete Kostenschätzungen:

  • 75’000 Franken für eine sogenannte Objektstrategie, die mögliche alternative Nutzungen oder Entwicklungen des Areals prüfen soll.
  • 350’000 bis 500’000 Franken für die Überarbeitung der Projektstruktur und die Klärung zentraler Planungsfragen bis Herbst 2026.

Ein vollständiges Vorprojekt sei damit allerdings noch nicht finanziert. Ein solches würde nach früheren Schätzungen insgesamt rund eine Million Franken kosten. Die derzeit geplanten Arbeiten seien jedoch kein „verlorenes Geld“, betonte Oehry. Sie seien Teil des Prozesses zur Finalisierung eines Vorprojekts.

«Wir haben einen Auftrag, Dinge zu klären, Dinge zu lösen
und dann mit diesen Erkenntnissen in der Regierung zu diskutieren.»

Regierungsrat Daniel Oehry

Johannes Kaiser (FBP) und andere erkundigte sich nach dem Mehrwert der parallel erarbeiteten Objektstrategie und wie diese in den Gesamtprozess eingebettet sei.

Die Frage nach einem möglichen Inbetriebnahmetermin für ein neues Spital blieb weitgehend unbeantwortet. Auf Nachfrage von Johannes Kaiser, wann bei optimistischem Verlauf mit der Inbetriebnahme zu rechnen sei, verwies Oehry auf das Jahr 2032 als Zieldatum, bis zu dem das alte Spital noch funktionsfähig bleiben müsse. Ein konkreter Zeitplan für ein neues Spital, sei es am bestehenden Standort oder an einem neuen, konnte nicht genannt werden.

Der Abgeordnete Thomas Rehak wollte wissen, welche konkreten Vorgaben die Regierung den Planern gemacht habe und ob diese tatsächlich davon ausgehen, die bestehenden Probleme lösen zu können. Ausserdem stellte er die Frage nach dem genauen Zeitrahmen: „Wann ist bei Ihnen Herbst?“

Das Konzept bringt für Rehak keinen Mehrwert. Er hätte das Projekt heute eingestampft.

«Boah, das dauert noch eine Ewigkeit.»

Thomas Rehak
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