Planken startet Prozess für neues Leitbild
Vorsteher Rainer Beck und Experte Peter Beck | Foto: 1FL TV - Das Liechtensteiner Fernsehen
Gemeinde Planken will ihr Leitbild erneuern. Am Mittwochabend stellte sie an einer Kick-off-Veranstaltung erste Resultate einer Einwohnerumfrage vor. Der Anlass markiert den Start eines längeren Prozesses.
Erste Arbeiten an einem Leitbild begannen in Planken Ende der 1990er-Jahre. 2006 veröffentlichte die Gemeinde das erste offizielle Dokument. Zwei Jahrzehnte später prüft die Gemeinde nun Inhalt und Wirkung. Verantwortliche wollen klären, was umgesetzt wurde und welche Ziele heute noch gelten.
Die Bedürfnisse der Bevölkerung stehen im Fokus. Gesellschaft und Gemeinde haben sich verändert. Darum sucht Planken nach neuen Schwerpunkten für die kommenden Jahre. Eine Umfrage lieferte erste Hinweise. Rund 80 bis 90 Einwohner beteiligten sich. Bei etwa 500 Einwohnern gilt diese Beteiligung als solide Grundlage. Die Antworten zeigen, wie Bürger das alte Leitbild wahrnehmen und welche Erwartungen sie an ein neues stellen.
Auswertung zeigt mehrere Themenfelder. Viele Teilnehmer gehören zur älteren Generation. Dieses Bild entspricht laut Projektleitung anderen Befragungen. Darum setzt die Gemeinde nun auf Workshops, um auch jüngere Einwohner einzubeziehen. Die Workshops starten am 11. März. Interessierte können sich für verschiedene Termine anmelden. Die Gemeinde bietet unterschiedliche Tage und Tageszeiten an. Ziel ist eine breite Beteiligung.
Jede Runde dauert etwa drei Stunden. Kleine Gruppen mit rund zwölf Teilnehmern diskutieren zentrale Fragen zur Zukunft der Gemeinde. Gruppenarbeiten und kreative Aufgaben sollen den Austausch fördern. Am Ende sollen konkrete Resultate stehen, die als Grundlage für das neue Leitbild dienen.
Diese Phase läuft bis Ende März. Danach wertet die Gemeinde die Ergebnisse aus und entwickelt die nächsten Schritte. Ziel ist ein Entwurf für ein neues Leitbild bis zum Frühsommer. Der Gemeinderat soll sich im Juni damit befassen.
Nach der Verabschiedung beginnt die Umsetzungsphase. Dann legt die Gemeinde fest, wie sie die beschlossenen Ziele konkret erreicht. Die Bevölkerung gibt dabei die grossen Linien vor. Verwaltung und Gemeinderat tragen später die Verantwortung für die Umsetzung.

