SNB bremst Anstieg der Sichtguthaben-Limiten
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat eine technische Anpassung bei der Verzinsung von Sichtguthaben angekündigt. Ab 1. März 2026 senkt sie den Faktor für die Limite von 16,5 auf 15.
Schritt trifft Girokontoinhaber, die der Mindestreservepflicht unterstehen. Für sie bleibt die Berechnungsgrundlage gleich. Limite ergibt sich weiter aus dem Durchschnitt der Mindestreserveerfordernisse der letzten drei Jahre. Diesen Wert multipliziert die Nationalbank mit dem neuen Faktor. Andere Girokontoinhaber behalten ihre fixe Limite.
Sichtguthaben bis zur Limite verzinst die Nationalbank zum SNB-Leitzins. Guthaben über dieser Schwelle erhalten den Leitzins minus Abschlag. Gelder, die Banken zur Erfüllung der Mindestreserven halten, verzinst die Nationalbank nicht.
Mit der Senkung reagiert die Nationalbank auf höhere Limiten. Diese stiegen nach der Erhöhung der Mindestreserveanforderungen per 1. Juli 2024. Der tiefere Faktor bremst diesen Effekt.
Ziel bleibt eine wirksame Geldpolitik. Gleichzeitig soll der Geldmarkt aktiv funktionieren. An der geldpolitischen Ausrichtung ändert sich nichts.
