Gold- und Silberpreise brechen ein

Börse

Die monatelange Rekordjagd bei Gold und Silber endete abrupt. Am Montag setzten die Kurse ihren Sturzflug vom Freitag fort, wenn auch gebremst. US-Präsident Donald Trump löste den Ausverkauf aus, als er Kevin Warsh als künftigen Notenbankchef nominierte. Warsh steht für straffe Geldpolitik. Zudem traf der Absturz Spekulanten kalt, die auf weiter steigende Preise gewettet hatten. Eine Abwärtsspirale begann – wird aber wohl nicht lange anhalten.

Spekulanten hatten mit Krediten darauf gesetzt, dass Trump jemanden nominieren würde, der sich seinem Wunsch nach schnellen Zinssenkungen unterordnet. Sie wetteten auf einen schwachen Dollar und weiter steigende Edelmetallpreise.
Warsh bekämpft Inflation konsequent

Die Rohstoffbörse COMEX erhöhte die Sicherheitsleistungen für Terminkontrakte deutlich. Kursverluste zehrten die hinterlegten Sicherheiten bei kreditfinanzierten Anlagen auf. Investoren mussten Kapital nachschiessen, sonst verkaufte das System die Positionen automatisch. Diese Zwangsliquidationen verstärkten den Abwärtsdruck massiv.

Zuvor hatten Gold und Silber ein Jahr lang eine rasante Rally hingelegt. Steigende Unsicherheit trieb die Preise. In politisch und wirtschaftlich turbulenten Zeiten wächst das Interesse an Edelmetallen traditionell.

Die jüngsten Rekorde fielen zeitlich mit eskalierenden Spannungen in Venezuela und dem Iran zusammen. Trump forderte wiederholt eine Übernahme Grönlands durch die USA und verschärfte seine Haltung gegenüber Verbündeten. Befürchtungen einer Geldentwertung und Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed verstärkten den Trend.

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