Freeclimber erobert taiwanesischen Wolkenkratzer

Alex

Alex Honnold, Extremkletterer, bestieg ohne Sicherung den 508 Meter hohen Taipei 101 in Taiwan. Die Aktion wurde live gestreamt und sorgte für heftige Kritik.

Honnold, 40, erklimmte das 101-stöckige Gebäude in anderthalb Stunden, ohne Seil oder Sicherheitsausrüstung. Trotz des Risikos wurde die gefährliche Aktion live auf Netflix übertragen und stiess auf moralische Bedenken. «Menschen bei potenziell tödlichen Handlungen zuzuschauen, halte ich für ethisch fragwürdig», äusserte der Sportwissenschaftler Thomas Horky.

Nachdem er triumphierend die Spitze erreichte, widmete Honnold einen Moment für ein Selfie, bevor er der jubelnden Menge zuwinkte. «Ich bin total gehypt, unglaublich!», kommentierte er.

Ursprünglich für Samstag geplant, musste der Versuch aufgrund widriger Wetterbedingungen verschoben werden. Honnold bereitete sich zweieinhalb Monate auf den Aufstieg vor und trainierte mit Seil am Taipei 101. Trotz des Risikos fühlte er sich vorbereitet: «Für mich ist es nicht viel anders als das, was ich sonst mache.»

Für die Aktion erhielt Honnold eine beträchtliche Summe von Netflix. Der Extremsportler betonte jedoch, dass er den Wolkenkratzer auch kostenlos bestiegen hätte. Honnold wurde durch den preisgekrönten Dokumentarfilm «Free Solo» bekannt, der sein Verlangen nach Herausforderungen in der Freikletter-Szene zeigt.

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