Die Landespolizei Liechtenstein reagiert mit einer Medienaussendung auf den Offenen Brief der Gemeindeverwaltung Triesen. Dieser erschien am 16. Januar im «Liechtensteiner Vaterland». Darin schildern Mitarbeitende ihre Sicht auf die Ereignisse rund um einen ehemaligen Kollegen.
Die Polizei stellt klar: Die Gemeinde entschied selbst, die Öffentlichkeit zu informieren. Sie sprach sich dabei weder mit der Landespolizei noch mit der Staatsanwaltschaft ab. Beide Behörden kannten den Inhalt der Medienmitteilung vom 19. Dezember 2025 im Voraus nicht. Zudem widerspricht die Landespolizei einer zentralen Aussage der Gemeinde. Die im Schreiben erwähnten «ersten Ermittlungsergebnisse» stammen nicht von Polizei oder Staatsanwaltschaft. Es handelte sich um interne Abklärungen der Gemeinde.
Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung Triesen beschreiben in ihrem Offenen Brief eine schwere Zeit. «Die vergangenen Wochen und Tage haben die Gemeindeverwaltung Triesen ausserordentlich belastet», schreiben sie. Besonders schmerze die Erkenntnis, dass ein langjähriger Kollege zu den Taten fähig war.
Das Team erhalte psychologische Unterstützung von externen Fachleuten. Gleichzeitig laufe der Betrieb weiter. Die Mitarbeitenden betonen ihr Engagement für die Bevölkerung.
Kritisch äussern sie sich zu Gerüchten und Spekulationen in der Öffentlichkeit. Diese erschwerten die Situation zusätzlich. Genau hier setzt die Kritik der Landespolizei an. Sie widerspricht der Aussage, man habe in Absprache mit den Ermittlungsbehörden gehandelt. Eine solche Abstimmung habe es nicht gegeben. Die Landespolizei verzichtet auf weitere Details. Sie verweist auf das laufende Verfahren.
