Hilti hebt Prognose an – Gewinn steigt um ein Viertel
Die Hilti Gruppe blickt zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr. Der Bautechnologiekonzern rechnet für 2026 neu mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen. Im Mai hatte Hilti noch ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich in Aussicht gestellt und dies mit dem unsicheren globalen Umfeld begründet.
Grundlage für den höheren Ausblick sind die Zahlen der ersten acht Monate. Von Januar bis August steigerte Hilti den Umsatz in Lokalwährungen um 5,9 Prozent. Nach vier Monaten hatte das Plus noch bei 4,7 Prozent gelegen – das Geschäft hat im Sommer also an Tempo zugelegt.
Gewinn wächst deutlich schneller als der Umsatz
Noch markanter fällt die Entwicklung beim Ergebnis aus. Das Betriebsergebnis stieg um 16,9 Prozent auf 533 Millionen Franken, der Reingewinn um 25,5 Prozent auf 389 Millionen Franken. Die Umsatzrendite verbesserte sich von 11,0 auf 12,6 Prozent. Zum Gewinnsprung trugen neben dem operativen Geschäft auch ein tieferer Finanzierungsaufwand und geringere übrige Aufwendungen bei.
Rechenzentren und Energie als Treiber
Das Wachstum stammt vor allem aus Märkten ausserhalb Europas. In Amerika legte Hilti in Lokalwährungen um 12,2 Prozent zu, in der Region Asien/Pazifik um 10,8 Prozent. Beide Regionen haben seit dem Frühjahr deutlich beschleunigt, nach 9,6 beziehungsweise 6,6 Prozent in den ersten vier Monaten. Die Region Mittlerer Osten / Afrika wuchs um 16,9 Prozent.
Anders präsentiert sich die Lage in Europa, wo Hilti gut die Hälfte seines Umsatzes erzielt. Hier kam der Konzern in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld auf ein Plus von lediglich 0,5 Prozent.
Franken frisst Wachstum weg
In Schweizer Franken umgerechnet bleibt vom Wachstum allerdings wenig übrig. Der Umsatz stieg lediglich um 1,9 Prozent auf 4,24 Milliarden Franken; rund vier Prozentpunkte gingen durch Währungseffekte verloren. In Europa resultierte in Franken sogar ein Rückgang um 1,3 Prozent. Bereits im Frühjahr hatte Hilti auf die anhaltende Aufwertung des Frankens gegenüber den wichtigsten Währungen verwiesen.
Rückläufig waren zudem einige Kennzahlen. Der freie Cashflow ohne Akquisitionen sank um 12,5 Prozent auf 223 Millionen Franken. Für Forschung und Entwicklung wendete Hilti 280 Millionen Franken auf, 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter ging leicht auf 34 195 zurück.

