Vaduz Classic geht in die neunte Runde – Sieben Konzerte in drei Tagen

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Der Rathausplatz in Vaduz wird ab Donnerstag wieder zur Open-Air-Bühne. Vaduz Classic geht vom 27. bis 29. August in die neunte Runde – mit sieben Konzerten an drei Tagen, zwei Opernstars und einem Filmmusik-Finale. An der Medienkonferenz am Mittwoch stand der Bühnenbau bereits, das Wetter versprach Sommer.

Stiftungsratspräsident Philipp Elkuch kündigte klassische Musik auf höchstem Niveau an – und erinnerte daran, dass ein Festival nicht allein von der Bühne lebe. „Musik lebt immer von zwei Seiten“, sagte er: von den Künstlern und vom Publikum. Ohne Sponsoren und Partner sei ein Anlass dieser Grössenordnung nicht möglich.

Vaduz Classic existiert seit 2017. Träger ist die Vaduz Classic Stiftung, die von der Gemeinde Vaduz und dem Sinfonieorchester Liechtenstein getragen wird. Bürgermeister Florian Meier zeigte sich erfreut, dass die Gemeinde erneut Gastgeberin sein darf: Mit dem Eröffnungskonzert präsentiere Vaduz „eines der grossen Sommer-Highlights“. Der Bühnenbau sei in den vergangenen Tagen zügig vorangekommen.

Donnerstag: Percussion gratis, danach die Oper

Den Auftakt macht am Donnerstag um 17.30 Uhr das kostenlose After-Work-Konzert im Städtle. Die Schlagwerker Christoph Sietzen und Bogdan Bacanu spielen Bearbeitungen von Bach und Händel sowie moderne Werke.

Um 20.30 Uhr folgt auf dem Rathausplatz die „Night of the Opera“. Die amerikanische Sopranistin Nadine Sierra und der mexikanische Tenor Javier Camarena singen Arien aus „La Traviata“, „La Bohème“, „Turandot“ und „Roméo et Juliette“. Begleitet werden sie vom Sinfonieorchester Liechtenstein unter Chefdirigent Dawid Runtz. Intendant Carsten Huber hat die beiden bereits in der Probe gehört – stimmlich habe er bislang nichts Besseres gehört, sagte er. Neu ist eine zusätzliche Ticketkategorie: Karten gibt es ab 30 Franken. Auch der Beginn wurde auf Rückmeldungen aus dem Publikum hin nach hinten verschoben.

Freitag: Von Rossini bis zum DJ-Pult

Am Freitag gastiert der französische Cellist Gautier Capuçon um 20.30 Uhr im Vaduzer Saal. Mit seinem Ensemble Capucelli, das aus ehemaligen Stipendiaten seines Förderprogramms hervorgegangen ist, spannt er den Bogen von Rossini bis Ravel.

Wer danach noch nicht genug hat, geht ins Café im Kunstmuseum: Ab 22.30 Uhr trifft bei „Classic meets Electro“ der Londoner Produzent und DJ Catching Flies auf ein Streichquartett. Das Format wurde 2024 eingeführt und zielt bewusst auf ein jüngeres Publikum. Der Eintritt ist frei.

Samstag: Humor am Morgen, Hollywood am Abend

Der Schlusstag beginnt um 10.30 Uhr mit dem Familienkonzert „Chill & Thrill“ von Aleksey Igudesman und Lucy Landymore auf dem Rathausplatz – klassische Musik, Comedy und Publikumsbeteiligung in einem.

Um 17.30 Uhr spielen Trompeter Till Brönner und Kontrabassist Dieter Ilg im Café im Kunstmuseum ihr Duo-Programm „Classic meets Jazz“. Wer will, kann direkt danach zum Abschlusskonzert weiterziehen.

Dieses beginnt um 20.30 Uhr auf dem Rathausplatz: „Hollywood in Vaduz“ mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein unter der Leitung von Ernst van Tiel, der den Abend auch moderiert. Auf dem Programm stehen Filmmusiken von John Williams und Hans Zimmer – von „Star Wars“ über „Indiana Jones“ und „E.T.“ bis „Gladiator“. Rund 120 Minuten Musik seien es, sagte Huber. Zudem stellte er für den Samstag ein bis zwei Überraschungen in Aussicht.

Vielfalt als Programm

Genau diese Bandbreite sei inzwischen die DNA des Festivals, sagte der Intendant: Filmmusik, Elektro mit Streichquartett, grosse Opernarien, ein Cello-Ensemble, Schlagzeug im Städtle und ein Familienkonzert. Ziel sei, auch Menschen zu erreichen, die sonst nicht in Klassikkonzerte gehen. Verbindend sei der Anspruch an die Qualität.

hitze.li