Waldbrände in Frankreich: Schweiz Helikopter zur Unterstützung

Die Schweiz beteiligt sich an der Bekämpfung der schweren Waldbrände in Frankreich. Auf Ersuchen des französischen Zivilschutzes stellt sie voraussichtlich zwei Super-Puma-Helikopter samt Crews für Löscheinsätze zur Verfügung. Der Abflug ist für Dienstagmorgen, den 28. Juli, vorgesehen.

Eine erste informelle Anfrage des französischen Zivilschutzes ging am späten Abend des 24. Juli in Bern ein. Am Sonntag wurde sie präzisiert: Gefragt sind Löschhelikopter ab Dienstag im südfranzösischen Département Var. In enger Abstimmung mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hat die Schweizer Armee daraufhin entschieden, zwei Super Puma mit Besatzungen bereitzustellen. Der genaue Einsatzort wird derzeit mit den französischen Behörden abgestimmt, da sich die Lage vor Ort laufend verändert.

Koordiniert wird die Unterstützung durch die DEZA des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gemeinsam mit dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Es ist nicht der erste Schweizer Beitrag in diesen Tagen. Auf eine ebenfalls am 24. Juli eingegangene Anfrage des französischen Zivilschutzes hin leistet der Service d’incendie et de secours de Genève (SIS) an der Atlantikküste in der Region Bordeaux Unterstützung. Seit dem 25. Juli sind rund 30 Feuerwehrleute mit Löschfahrzeugen in der Gemeinde Saumos im Einsatz. Der Einsatz soll bis zum 1. August dauern. Die DEZA steht in engem Kontakt mit dem SIS.

Historischer Rekord an verbrannter Fläche

Frankreich kämpft in diesem Sommer mit einer aussergewöhnlichen Brandserie. Betroffen sind unter anderem die Pyrénées-Orientales, der Wald von Fontainebleau, die Départements Gironde und Landes sowie das Var. Allein im Var brannten im Juli über 3000 Hektar; rund 1000 Feuerwehrleute kämpften dort gegen immer wieder aufflammende Brandherde. Bei Taradeau standen Mitte Juli mehr als 600 Einsatzkräfte im Einsatz, rund 150 Personen mussten evakuiert werden, mehrere Häuser wurden zerstört.

Nach Angaben des französischen Innenministers Laurent Nuñez sind seit Jahresbeginn knapp 98’000 Hektar verbrannt – ein historischer Rekord.

hitze.li