Ruggell schliesst 2025 mit 6,4 Mio. Franken Gewinn ab
Die Gemeinde Ruggell hat das Rechnungsjahr 2025 weit besser abgeschlossen als erwartet. Budgetiert war ein Verlust von 1,3 Millionen Franken – tatsächlich resultierte ein Gewinn von 6,4 Millionen. Ausschlaggebend waren ausserordentlich hohe Einnahmen aus der Ertragssteuer.
Die Ertragssteuern stiegen 2025 auf rund 13,1 Millionen Franken – eine Zunahme von 47,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und rund 9 Millionen Franken mehr als im Budget vorgesehen. Diese ausserordentlichen Steuereinnahmen sind der entscheidende Treiber hinter dem positiven Ergebnis. Die Einnahmen aus der Vermögens- und Erwerbssteuer gingen hingegen leicht zurück.
Gemeindevorsteher Christian Öhri hob an der Sitzung hervor, dass gleichzeitig der gesamte Aufwand trotz zahlreicher laufender Projekte sehr nahe am Budget geblieben sei. Die Kombination aus höheren Einnahmen und diszipliniertem Ausgabenverhalten erklärt das gute Ergebnis.
Durch den Jahresgewinn erhöht sich das Eigenkapital der Gemeinde auf rund 75 Millionen Franken – das entspricht 93 Prozent der Bilanzsumme von 80,5 Millionen Franken. Der Gemeinderat sieht sich damit in der Lage, die anstehenden Investitionen weitgehend aus eigener Kraft und ohne zusätzliche Verschuldung zu stemmen.
Zu den grösseren Projekten, die 2025 umgesetzt wurden, gehörten die Erschliessung Rotengasse Nord, Werkleitungen im Gebiet Spidach für den künftigen LAK-Standort sowie Investitionen in die Wasserversorgung. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf rund 2,1 Millionen Franken.
Attraktiver Wirtschaftsstandort
Der Gemeinderat wertet das Ergebnis als Bestätigung der langfristig ausgerichteten Finanz- und Standortpolitik. Ruggell habe sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort entwickelt – begünstigt durch die Lage im Dreiländereck, die gute Verkehrsanbindung und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Viele Unternehmen schätzen laut Gemeinderat die kurzen Wege und die konstruktive Zusammenarbeit mit der Verwaltung.

