Regierung präsentiert Sicherheitsstrategie

Regierungsrat Hubert Büchel und Regierungschefin Brigitte Haas präsentieren die neue Sicherheitsstrategie

Regierungsrat Hubert Büchel und Regierungschefin Brigitte Haas präsentieren die neue Sicherheitsstrategie | Foto: Gregor Meier

Sicherheit hat viele Aspekte. Der Blick in die internationalen Medien macht jedem klar, dass sich die Sicherheitslage in Europa verändert hat. Liechtenstein kann sich davon nicht abschotten. Zudem sind die Gefahren hybrider geworden. Auch Liechtenstein ist gefordert. Fast seit Amtsantritt hat die Regierung an der neuen Sicherheitsstrategie gearbeitet. Heute hat sie die Strategie für eine integrierte Sicherheitspolitik vorgestellt. Regierungschefin Brigitte Haas und Innenminister Hubert Büchel präsentierten ein Konzept, das Staat, Wirtschaft und Bevölkerung gleichermassen in die Pflicht nimmt.

«Sicherheit muss umfassend gedacht und konzipiert werden.»

Regierungschefin Brigitte Haas

Die Strategie ist eine Reaktion auf eine nachhaltig verschlechterte Sicherheitslage in Europa. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, globale Machtverschiebungen und Konflikte im Nahen Osten haben die europäische Friedensordnung erschüttert. Bedrohungen seien vielfältiger, unberechenbarer und schadenträchtiger geworden, hielt die Regierungschefin fest.

«Wir machen keine Arme»

Fünf Handlungsfelder, 34 Massnahmen

Die Strategie gliedert sich in fünf Handlungsfelder mit 13 strategischen Zielen und 34 Massnahmen. Sie umfasst die Stärkung der Krisenorganisation, die Härtung kritischer Infrastrukturen, den Ausbau internationaler Kooperationen, die Förderung des sozialen Zusammenhalts sowie den Umgang mit kriegerischen Auseinandersetzungen.

«Vorbereitung hat nichts mit Alarmismus oder Pesimismus zu tun»

Regierungsrat Hubert Büchel

„Sicherheit ist nicht eine einzige Sache der Verwaltung oder der Polizei. Sicherheit entsteht aus dem Zusammenspiel von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.», erklärte Büchel. Drei Grundgedanken bilden die Klammer: aktiv gestalten, vorausschauend vorbeugen und handlungsfähig bleiben im Ernstfall.

Auch die Bevölkerung ist gefordert. Die Regierung empfiehlt jedem Haushalt, einen persönlichen Notfallplan zu erstellen, die Notfalltreffpunkte zu kennen und einen Notvorrat anzulegen. So lässt sich die eigene Versorgung mit lebenswichtigen Gütern für einige Tage sicherstellen – unabhängig von staatlicher Hilfe.