25 Jahre UFL: Von der ersten Universität des Landes zur international sichtbaren Forschungsinstitution

ufl Jahresbericht

Die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) blickt in ihrem Jahresbericht 2025 auf ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Entwicklung zurück. Am 3. Oktober 2000 öffnete sie als erste Universität des Landes ihre Pforten – damals noch als Universität für Humanwissenschaften. Heute präsentiert sie sich als international vernetzte Institution mit eigenständigem Forschungsprofil und knapp 200 inskribierten Studierenden.

Rektorin Dr. Barbara Gant beschreibt die Entwicklung als dynamischen Reifeprozess: Die UFL habe sich zu einer Institution „mit starken Wurzeln und international sichtbarer Forschung» entwickelt. Der Bericht dokumentiert eindrücklich die wissenschaftliche Leistungssteigerung der vergangenen Dekade. Laut Dr. Daniela Purin hat sich das Publikationsvolumen der UFL in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht. Im aktuellen Berichtszeitraum wurden die Arbeiten von UFL-Forschern in insgesamt 6910 externen Publikationen rezipiert, ein Grossteil davon in peer-reviewten Fachzeitschriften. Prof. Dr. Harald Renz, Co-Vorsitzender des Universitätsrats, bringt es auf den Punkt: „Die Welt nimmt uns wahr – und damit auch Forschung aus Liechtenstein.»

Das wissenschaftliche Rückgrat der UFL bilden fünf spezialisierte Institute, die Zukunftsthemen von globalem Rang bearbeiten: Das Institut für Europa- und Völkerrecht (IEVR) analysiert internationale Transformationsprozesse, das Center for Intellectual Property and Innovation Law (CIPIL) leistet Pionierarbeit im Bereich Tokenisierung und geistiges Eigentum, das Institut für Liechtensteinisches Recht und Rechtstheorie (ILRR) stärkt den nationalen Rechtsdiskurs, das Institut für Translationale Medizin (ITM) verbindet Grundlagenforschung mit klinischer Anwendung, und das Institut für Labormedizin (ILM) betreibt unter anderem die internationale GAPP-Langzeitstudie zur Biomarkerforschung.

Die Studenten spiegeln den besonderen Charakter der UFL wider: berufsbegleitend, praxisnah und mit einem Durchschnittsalter von rund 37 Jahren. Sie stammen überwiegend aus dem DACHLI-Raum, wobei sich auch immer mehr Liechtensteiner für eine Promotion im eigenen Land entscheiden. Die Zufriedenheit ist hoch – besonders positiv bewertet wird die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie.

International hat die UFL 2025 neue Partnerschaften etabliert. Mit der Klinikgruppe Valens wurde eine Kooperation begründet, die Mitarbeitenden der Klinik den Weg zur Promotion öffnet und praxisnahe Fragestellungen aus der Rehabilitationsmedizin in die Forschung einbringt. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Campus Wien stärkt zudem den internationalen Austausch des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres war die 15. Promotionsfeier: Sieben Promovendi erhielten den Titel Dr. iur., elf den Titel Dr. scient. med. Mit der Feier ging auch ein personeller Umbruch einher. Dr. Heinz Frommelt, bisheriger Co-Vorsitzender des Universitätsrats, wurde per 11. Mai 2026 zum Präsidenten des Stiftungsrats ernannt und übernimmt das Amt von Prof. Dr. Lorenz Risch, der dem Gremium weiterhin als Mitglied angehört. Dr. Gert Risch, der die UFL massgeblich geprägt hat, tritt aus Altersgründen aus dem Stiftungsrat aus. In der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fakultät übergibt Dekan Prof. Dr. Bernhard Güntert sein Amt, Prof. Dr. Harald Renz übernimmt interimistisch die Leitung. Zudem wurde Prof. Dr. Christoph Säly per 1. Mai 2026 zum Prorektor ernannt; er ist der UFL seit Jahren als Studiengangsleiter des Programms «Dr. scient. med.» verbunden.

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