Wege aus der Einsamkeit – Theaterstück berührt und verbindet

Ein Theaterstück, eine Diskussionsrunde und ein gemütlicher Zvieri – sechs Gemeinden haben gemeinsam einen besonderen Nachmittag auf die Beine gestellt. Rund 25 Personen folgten der Einladung ins Kulturtreff Rössle in Balzers.

Hinter dem Anlass steckt eine Kooperation der Fachstellen Alter der Gemeinden Balzers, Gamprin, Mauren, Ruggell, Schellenberg und Vaduz. Die Koordinatorinnen treffen sich regelmässig, um gemeinsame Themen anzugehen – und diesmal stand ein Thema im Mittelpunkt, das im Alltag häufig übersehen wird: Einsamkeit.

Lebensnahes Stück über stille Veränderungen

Das rund zwanzigminütige Theaterstück zeigte Alltagssituationen, die viele Besucherinnen und Besucher aus eigener Erfahrung kannten. Gemeinschaft tut gut – und doch verändert sich das Leben manchmal leise, fast unmerklich. Das Stück der Theatergruppe, die eigens aus der Schweiz angereist war, machte deutlich, dass oft nur ein kleiner Impuls nötig ist, damit etwas Neues ins Rollen kommt.

Für die Gruppe war es nach eigenen Angaben der erste Auftritt im Ausland – ein besonderer Moment, der auch bei den Gastgeberinnen sichtliche Freude auslöste.

Austausch bei Kaffee und Kuchen

Im Anschluss an die Aufführung lud eine moderierte Gesprächsrunde zum Nachdenken und Reden ein. Bei Kaffee und Kuchen blieb reichlich Zeit für persönlichen Austausch, neue Begegnungen und gemütliches Beisammensein. Vertreter des Amts für Soziale Dienste und des Seniorenbunds bereicherten die Diskussion zusätzlich.

„Ich glaube, Einsamkeit macht schon krank. Alleine zu sein und keinen Schritt auf andere machen zu können – man wird krank davon», brachte eine Teilnehmerin das Kernthema des Abends auf den Punkt. Viele nickten. Die Aussage traf einen Nerv – und genau das war das Ziel des Anlasses.

Wichtiges Thema für alle Generationen

Einsamkeit betrifft nicht nur ältere Menschen. Doch gerade Senioren sind häufiger davon betroffen, wenn Schritt für Schritt soziale Kontakte wegfallen. Der Anlass zeigte, dass niederschwellige Begegnungsformate wie dieses viel bewirken können – nicht nur für Einzelne, sondern für das ganze Dorf.