Schweizer Arbeitslosigkeit verharrt bei 3 Prozent – Unsicherheit bremst Neueinstellungen

Schweizer Flagge

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz bleibt bei 3 Prozent. Ein saisonaler Rückgang im Frühjahr wurde erwartet, fiel aber deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Wirtschaftsexperten warnen vor zunehmender Verunsicherung bei den Unternehmen.

Jérôme Cosandey, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), beschreibt die aktuelle Lage als „Situation grosser Unsicherheit». Globale Krisen und offene Fragen zu internationalen Handelsabkommen veranlassen Unternehmer, bei Neueinstellungen vorsichtiger zu sein.

Als Reaktion auf die angespannte Lage erwägt der Bundesrat, die Kurzarbeitsregelung auf 24 Monate zu verlängern. Gleichzeitig meldet der Gesundheitssektor einen akuten Fachkräftemangel – ein Hinweis auf strukturelle Verschiebungen und Qualifikationsmismatches am Arbeitsmarkt.

Historisch gilt eine Arbeitslosenquote von 3 Prozent in der Schweiz als relativ hoch; jahrelang lag die Quote tiefer. Auch der liechtensteinische Arbeitsmarkt, der eng mit dem Schweizer Wirtschaftsraum verflochten ist, dürfte diese Entwicklung genau verfolgen.

werbung_3