«Nicht warum, sondern was jetzt» – Liechtenstein verabschiedet Monoskifahrerin Sarah Hundert
Verabschiedung von Sarah Hundert im Restaurant Pur in Schaan | Foto: Gregor Meier
In Schaan wurde Monoski-Rennfahrerin Sarah Hundert am Montagabend von ihrer Karriere im Paralympic Skiteam Liechtenstein verabschiedet. Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft erwiesen der Athletin die Ehre, die als erste Frau Liechtenstein bei den Paralympischen Winterspielen vertreten hat – 2022 in Peking und 2026 in Milano-Cortina. In ihrer Karriere holte sie acht Podiumsplätze bei Weltcupveranstaltungen.
Stimmen des Abends
Christine Schädler, Geschäftsführerin des Liechtensteinischen Behindertenverbands und Verantwortliche des Nationalen Paralympischen Komitees, hob Hunderts aussergewöhnliche Eigeninitiative hervor. Vor ihr hatte zuletzt Peter Kromer Liechtenstein an Paralympischen Spielen vertreten. LOC-Präsident Stefan Marxer liess sich per Brief entschuldigen und würdigte Hundert als Vorbild, das gezeigt habe, was wahren Mut bedeutet. Sportminister Hubert Büchel nannte sie den «Muskel des ganzen Ökosystems» und dankte ihr auch für ihr Engagement im Sportrat der Regierung sowie bei Wings for Life. Selbst IPC-Präsident Andrew Parsons liess eine persönliche Botschaft verlesen.
Trainer Ralf Jegler begleitete Hundert acht Jahre lang, Physiotherapeutin und Partnerin Milena Bauch ebenfalls. Jegler kündigte an, künftig für den Weltverband Nachwuchscamps durchzuführen. Hundert sprach offen: Eine solche Karriere koste zwischen 50’000 und 60’000 Franken pro Jahr, dazu 60 bis 90 Reisetage.

