Neues Sparprogramm bei VW: Konzern plant Einsparungen in Milliardenhöhe
Der Volkswagen AG plant einem Medienbericht zufolge ein weiteres umfassendes Sparprogramm. Wie das Manager Magazin unter Berufung auf interne Informationen berichtet, soll das Massnahmenpaket ein Volumen von rund 60 Milliarden Euro umfassen. Demnach strebt der Konzern an, seine Kosten bis zum Jahr 2028 um 20 Prozent zu senken.
Hintergrund der Pläne sind dem Bericht zufolge anhaltend schwache Verkaufszahlen in China sowie Belastungen durch US-Zölle. Die bisherigen Sparbemühungen reichten offenbar nicht aus, um den wachsenden Druck auf das Unternehmen abzufedern. Durch die angestrebte Kostenreduktion ergebe sich rechnerisch das genannte Einsparvolumen.
Auch einschneidende Massnahmen stehen offenbar im Raum. Werksschliessungen könnten demnach nicht ausgeschlossen werden. Ebenso sei ein weiterer Stellenabbau über die bereits angekündigten 35.000 Arbeitsplätze hinaus möglich. Konkrete Details zu betroffenen Standorten oder Bereichen nannte das Magazin jedoch nicht.
Der Wolfsburger Konzern reagierte zurückhaltend auf den Bericht und verwies auf bereits laufende Effizienzprogramme bei sämtlichen Marken. Einen Überblick über den Stand der Massnahmen will Konzernchef Oliver Blume am 10. März im Rahmen der Jahrespressekonferenz geben.
Deutliche Kritik kommt hingegen aus der Arbeitnehmervertretung. Betriebsratschefin Daniela Cavallo sprach sich erneut klar gegen mögliche Standortschliessungen aus und bekräftigte die Haltung des Betriebsrats, Arbeitsplätze und Werke sichern zu wollen.
Ob und in welchem Umfang das neue Sparprogramm tatsächlich umgesetzt wird, dürfte sich in den kommenden Monaten konkretisieren. Klar ist jedoch: Der Druck auf Europas grössten Autobauer wächst weiter.
