Zwischen Reform und Widerstand: Trumps erstes Amtsjahr

Donald Trump bei den Vereinten Nationen am 23.9.2025

Donald Trump bei den Vereinten Nationen am 23.9.2025 | Foto: Gregor Meier

Seit einem Jahr steht Donald Trump erneut an der Spitze der Vereinigten Staaten. Kaum ein Präsident hat das Land in so kurzer Zeit stärker geprägt. Seine Politik polarisiert. Befürworter loben seinen Kurs. Kritiker warnen vor tiefen Rissen in der Gesellschaft.

Trump handelte vom ersten Tag an. Er unterzeichnete zahlreiche Dekrete. Er baute Umweltauflagen ab und strich Regeln für Unternehmen. Gleichzeitig entliess er hohe Beamte und besetzte Schlüsselstellen mit loyalen Vertrauten. Damit festigte er seinen Einfluss auf den Staatsapparat.

In der Wirtschaft setzt Trump auf Wachstum durch Steuersenkungen und Deregulierung. Die Börsen legten zeitweise zu. Unternehmen investierten. Der Präsident verweist auf neue Arbeitsplätze. Viele Bürger spüren davon wenig. Die Preise für Miete, Energie und Lebensmittel bleiben hoch. Vor allem Haushalte mit kleinem Einkommen geraten unter Druck.

In der Handelspolitik verfolgt Trump einen harten Kurs. Er erhöhte Zölle auf Importwaren. Er setzt auf Abschottung und nationale Interessen. Das belastet die Beziehungen zu wichtigen Partnern. Experten warnen vor steigenden Preisen und einem Rückgang des Welthandels.

Auch in der Migrationspolitik verschärfte Trump die Regeln. Er verstärkte die Grenzsicherung und beschleunigte Abschiebungen. Seine Regierung meldet sinkende Zahlen illegaler Einreisen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Methoden scharf. Sie beklagen unmenschliche Zustände an der Grenze.

Mehrere seiner Anordnungen landeten vor Gericht. Richter stoppten einzelne Massnahmen. Die Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Justiz nehmen zu. Beobachter sehen darin einen Belastungstest für die Gewaltenteilung.

Trump nutzt jede Gelegenheit, um seine Erfolge zu betonen. Er greift politische Gegner offen an. Seine Sprache bleibt scharf. Das befeuert die Spaltung im Land. Proteste begleiten seine Amtszeit. Gleichzeitig mobilisiert er eine treue Anhängerschaft.

Nach zwölf Monaten fällt die Bilanz zwiespältig aus. Trump setzt seine Agenda konsequent um. Er verändert Strukturen und Tonlage der Politik. Der Widerstand wächst. Die Gesellschaft bleibt gespalten. Wie sich das Land weiter entwickelt, bleibt offen.

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