Neue Maut-Entwicklungen: Das müssen Reisende bei einem Roadtrip durch Europa 2026 wissen
Wer mit dem PKW, Van, Wohnmobil oder LKW durch verschiedene Länder Europas reisen möchte, muss auf vielen Streckenabschnitten mit einer Maut rechnen. Sie dient dazu, Einnahmen für den Erhalt, die Wartung und die Verbesserung der lokalen Infrastruktur zu erzielen – kann Fahrzeugführer je nach Reiseziel jedoch stark belasten. Insbesondere, da Mautstrecken vieler europäischer Länder 2026 noch teurer werden sollen. Wo Maut schon bald wegfallen könnte, welche Neuheiten derzeit eingeführt werden und was Fernfahrer vor der nächsten Reise noch wissen müssen, verrät dieser Beitrag genauer.
Schweizer Maut: Was ändert sich 2026?
Reisende benötigen von Liechtenstein aus rund zwei Stunden in die Schweiz – weshalb es nicht verwundert, dass auch knapp 380.000 Menschen zum Arbeiten in die Schweizerische Eidgenossenschaft pendeln. Wer aus diesen Gründen Maut in der Schweiz entrichten muss, kann beruhigt sein: Der Preis bleibt 2026 nämlich derselbe. Neben der klassischen Klebe-Vignette kann eine digitale Alternative gekauft werden.
Übrigens: Auch in Slowenien bleibt der bisherige Preis bestehen, weshalb Fernfahrer nichts Neues beachten müssen.
Kommende Änderungen zur Österreicher Maut
Auf Österreichs Mautstrecken müssen Fernfahrer jedoch mit einer Erhöhung der Kosten rechnen: Im Falle der Jahresvignette für herkömmliche PKWs steigt der Preis beispielsweise um drei Euro an. Wer ganz ohne Vignette unterwegs ist, muss zudem mit höheren Strafen rechnen: Ein Verstoss wird nun mit 200 Euro Bussgeld geahndet. Zum Vergleich: Zuvor lag das Bussgeld noch bei 120 Euro. Darüber hinaus ändern sich die Mauttarife für LKWs – sie werden künftig unter anderem von den Emissionen des Fahrzeuges abhängig sein.
Doch das sind nicht alle Änderungen, die Fahrer in Österreich erwarten: 2026 soll die letzte Klebe-Vignette des Landes angeboten werden. In den kommenden Jahren wird sie abgeschafft, sodass nur noch die digitale Version erhältlich sein wird.
Was ändert sich in Belgien und Tschechien?
In Tschechien soll das Mautnetzwerk um viele Nebenstrecken erweitert werden, aber auch mit Erhöhungen der Preise müssen Fahrer rechnen. Die Erhöhungen bewegen sich je nach Klasse und Emissionen des Fahrzeugs zwischen 0,7 und 1,5 Prozent.
Das Mautsystem wird in Belgien 2026 verändert, weshalb Mautgeräte von Fahrern vor Antritt der ersten Reise aktualisiert werden sollten. Auch in Belgien steigen die Mautgebühren an – und zwar um durchschnittlich 1,91 Prozent. Damit fällt die Mauterhöhung des Landes im Vergleich zu denen anderer Gebiete Europas deutlich teurer aus. In Frankreich beispielsweise fallen Erhöhungen 2026 mit etwa 0,8 Prozent ähnlich moderat aus, wie in Tschechien.
In welchem Land Europas fällt die Maut künftig sogar weg?
Weil in Spanien derzeit viele Konzessionen ablaufen, werden einige Autobahnabschnitte verstaatlicht. Da der Staat diese Konzessionen nicht zu verlängern plant, fällt die Maut auf entsprechenden Abschnitten schlichtweg weg. Ein Beispiel: Die Konzession für die AP-7 lief bereits im Jahr 2021 ab, sodass sie nun mautfrei ist. Mit demselben Jahr sind insgesamt 640 Kilometer Mautstrecke auf diese Weise wieder verstaatlicht worden.
Digitalisierung der Mautsysteme – gründlichere Verkehrskontrolle und erhöhter Komfort
Ab 2026 fallen Mautsysteme digitaler denn je aus. Die Veränderung der Mautsysteme – wie sie beispielsweise in den Niederlanden vorgesehen wird – soll den Kauf der Vignetten vereinfachen. Fernfahrer profitieren so von mehr Komfort, zudem wird so einer länderübergreifenden Mautbox der Weg geebnet. Letztere würde Fahrern auch bei einer Reise durch mehrere Länder die Abrechnung erheblich erleichtern, sodass weniger Wartezeiten an Mautstellen entstehen und der Verkehr deutlich flüssiger gelenkt werden kann.


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