Gault&Millau 2027: Liechtensteins Spitzenküchen halten ihre Punkte
Im neuen Gault&Millau Schweiz, der auch die Restaurants im Fürstentum bewertet, bleibt in Liechtenstein alles beim Alten. Die fünf Liechtensteiner Betriebe im Guide 2027 erhalten exakt dieselbe Bewertung wie im Vorjahr. Einen Aufstieg schafft keiner, abgewertet wird aber auch keiner. Neu in den Restaurantführer aufgenommen wurde kein Liechtensteiner Lokal.
Marée und Torkel weiterhin gleichauf
An der Spitze stehen wie bisher zwei Vaduzer Adressen mit je 16 Punkten: das Marée im Park Hotel Sonnenhof mit Küchenchef Hubertus Real und der Torkel von Ivo Berger im fürstlichen Weinberg Herawingert. Die Weinlaube in Schellenberg hält ihre 15 Punkte. Das Vivid im Hotel Schatzmann in Triesen, wo Heiko Krüger am Herd steht, bleibt bei 14 Punkten. Das Berggasthaus Masescha in Triesenberg ist erneut mit 13 Punkten gelistet.
Für den Sonnenhof ist die bestätigte Bewertung bereits die dritte Auszeichnung innerhalb weniger Wochen. Ende September erhielt das Haus als erstes in Liechtenstein einen Michelin Key, zudem ist es neu als erstes Fünf-Sterne-Hotel des Landes klassifiziert. In seiner Besprechung des Marée hebt der Guide unter anderem ein Tiramisu nach Dubai-Art hervor.
Bewegung in der Nachbarschaft
Anders sieht es gleich südlich der Landesgrenze aus. In der Bündner Herrschaft verliert das Adler in Fläsch einen Punkt und steht neu bei 14 Punkten. Das Falknis in Maienfeld hingegen legt um einen Punkt auf ebenfalls 14 Punkte zu.
Im Kanton St. Gallen musste kein Restaurant einen Punkteverlust hinnehmen. Ein grosser Gewinner in der Ostschweiz ist die Bärenstobe im Appenzeller Huus in Gonten, die um zwei Punkte auf neu 16 Punkte zulegt. Das Resort von Jan Schoch wurde zudem zum Hotel des Jahres 2027 gekürt.
Erstmals ein vegetarischer Koch des Jahres
Schweizweit umfasst der Guide 870 Restaurants, zehn weniger als im Vorjahr. 84 Adressen sind neu dabei, 98 Köche haben ihre Punktzahl verbessert, 31 haben Punkte verloren. Die Höchstnote von 19 Punkten erreichen wie im Vorjahr sieben Köche.
Koch des Jahres ist Dominik Hartmann vom Restaurant Magdalena in Rickenbach im Kanton Schwyz. Er ist der erste Koch mit einer vollständig vegetarischen Küche, dem der Gault&Millau Schweiz diesen Titel verleiht. Das Magdalena ist mit 18 Punkten bewertet.

