LFV unterstützt Wiederwahl von Gianni Infantino nicht

Lfv_campus_00060

Der Liechtensteiner Fussballverband (LFV) wird eine Wiederwahl von Gianni Infantino als FIFA-Präsident nicht unterstützen – zumindest nicht auf Grundlage des heutigen Kenntnisstands. Das hat der Vorstand des Verbands einstimmig beschlossen, wie der LFV am Montag mitteilte. Die Wahl des FIFA-Präsidenten findet 2027 statt.

Als Grund nennt der Verband offene Fragen zu den Entwicklungen der vergangenen Monate. Im Zentrum steht dabei das Beteiligungsmodell für private Investoren an der FIFA-Weltmeisterschaft. Dieses ist inzwischen zwar aufgegeben worden, doch sind aus Sicht des LFV sowohl das Modell selbst als auch die damit verbundenen Entscheidungsprozesse nicht geklärt. Der Verband hält deshalb eine transparente institutionelle Aufarbeitung für notwendig.

Transparenz als Voraussetzung

Transparente Entscheidungsprozesse sowie eine glaubwürdige und verantwortungsvolle Führung sind für den LFV zentrale Voraussetzungen für den internationalen Fussball.

Mit dem Weltverband brechen will der LFV trotz seiner Haltung in der Präsidentschaftsfrage nicht. Die konstruktive institutionelle Zusammenarbeit innerhalb der FIFA und mit den internationalen Partnern im Fussball bleibe davon unberührt, heisst es in der Mitteilung.