Konsumentenpreise steigen im August um 0,4 Prozent
Die Konsumentenpreise haben im August 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent zugelegt. Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) erreichte damit den Stand von 101,5 Punkten (Dezember 2025 = 100). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung 0,8 Prozent. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Der Schweizer Landesindex der Konsumentenpreise wird vom Amt für Statistik monatlich für Liechtenstein übernommen.
Mieten und Treibstoffe treiben den Index
Der Anstieg um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen – unter anderem auf die höheren Wohnungsmieten. Die Mieten zählen zu den gewichtigsten Positionen im Warenkorb und schlagen entsprechend stark auf das Gesamtergebnis durch.
Ebenfalls teurer geworden sind Benzin, Diesel und Heizöl. Damit verteuerte sich im August gleich eine ganze Reihe von Energieprodukten, was Haushalte sowohl an der Zapfsäule als auch beim Auffüllen des Öltanks vor der Heizsaison zu spüren bekommen. Höhere Preise verzeichneten zudem die stationären Spitalleistungen.
Reisen und Mietautos günstiger
Dämpfend auf den Index wirkten die Preise für Pauschalreisen ins Ausland, die im August gesunken sind. Rückläufig waren auch die Preise für Automiete und Carsharing sowie jene in der Parahotellerie, also bei Ferienwohnungen, Campingplätzen und ähnlichen Unterkünften.
Teuerung bleibt im tiefen Bereich
Mit 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bewegt sich die Jahresteuerung weiterhin in einem moderaten Bereich. Der LIK misst die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs, der die Ausgaben der privaten Haushalte abbildet – von Nahrungsmitteln über Wohnen und Verkehr bis hin zu Gesundheit und Freizeit.
Da Liechtenstein über keinen eigenen Preisindex verfügt, stützt sich das Land auf die Erhebung des Bundesamtes für Statistik in Bern. Aufgrund des gemeinsamen Währungsraums und der engen wirtschaftlichen Verflechtung mit der Schweiz gilt der Schweizer Index als aussagekräftig für die Preisentwicklung im Fürstentum.

