Ruggeller Kultband Wuarscht ’n‘ Brot bringt die Grossabünt zum Kochen
Wuarscht n Brot spielen in der Grossabündt | Foto: Gregor Meier
Wenn eine Band aus dem Nachbardorf spielt, reist das Publikum gleich mit: Zum Mittwochtreff in der Grossabünt in Gamprin sind am vergangenen Mittwoch zahlreiche Ruggeller angereist, um Wuarscht ’n‘ Brot zu erleben. Unter den Gästen war auch Gemeindevorsteher Christian Öhri.
Wuarscht ’n‘ Brot ist in Liechtenstein längst mehr als eine Partyband – sie ist ein Stück Ruggeller Dorfkultur. Entstanden ist die Formation im April 1994, als in Ruggell aus einer Kellerband und einer Waschraumband eine gemeinsame Truppe wurde. Der Name fiel, so die Bandgeschichte, in einer Bar und wohl nach dem einen oder anderen Glas; das eingeschobene «n» ist die Verbeugung vor dem Rock ’n‘ Roll. Auf einen englischen Bandnamen hat man bewusst verzichtet – ein Statement, das drei Jahrzehnte später noch immer trägt.
Als erste Partyband des Landes hat sich die Gruppe einen Ruf erspielt, der weniger auf Virtuosität als auf Show setzt: Kostüme, Perücken, Choreografien und die erklärte Absicht, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen. Heute stehen Tschüni, Jünne, Steve und Mäx auf der Bühne. Gründungsmitglied Herbert Öhri hat die Band 2004 verlassen, ebenso zog sich Ehrenmitglied Harry zurück.
Der Mittwochtreff als Sommerbühne
Der Mittwochtreff im Naherholungsgebiet Grossabünt gehört zu den festen Sommerterminen im Gampriner Veranstaltungskalender. Jeweils ab 19 Uhr wird das Areal am Badesee zur offenen Bühne – mit Musik, Verpflegung und einem Publikum, das quer durch die Generationen und über die Gemeindegrenzen hinweg zusammenkommt. Dass ein Auftritt einer Ruggeller Formation dabei auch das Nachbardorf mobilisiert, ist für den Anlass bezeichnend: Die Distanz zwischen Ruggell und Bendern ist kurz, die Verbindungen sind es erst recht.
Unterländer Publikum unter freiem Himmel
Der Zuzug aus Ruggell prägte den Abend sichtbar. Mit Vorsteher Christian Öhri fand sich auch die Gemeindespitze im Publikum ein – ein Auftritt der Hausband, den man in Ruggell offenbar nicht auslässt. Die Kombination aus lauem Sommerabend, Seekulisse und einem Repertoire, das auf Wiedererkennung setzt, tat den Rest.

