4-Nationen-Länderkampf in Wien: Wichtiger Formtest für Weissenhofer

4-Nationen-Länderkampf in Wien:

4-Nationen-Länderkampf in Wien | Bild: Zvg.

Beim Länderkampf zwischen Österreich, der Schweiz, der Slowakei und Tschechien am 11. Juli stand für die Nationalteams mehr auf dem Spiel als nur ein Vergleich der Nationen. Der Wettkampf galt als weiterer Qualifikations- und Selektionswettkampf für die Europameisterschaften Anfang August in Zagreb. Mitten im hochklassigen Teilnehmerfeld erhielt auch die Liechtensteinerin Julia Weissenhofer als Gastturnerin die Gelegenheit, ihren aktuellen Leistungsstand zu überprüfen.

Der Wettkampf begann für die Liechtensteinerin am Sprung – und dort zeigte sie einmal mehr ihre grosse Stärke. Mit viel Geschwindigkeit im Anlauf und einer dynamischen Umsetzung in Höhe gelang ihr ein sauberer Sprung. Lediglich ein kleiner Schritt bei der Landung kostete wertvolle Zehntel. Die 13.150 Punkte bedeuteten dennoch die drittbeste Sprungwertung des gesamten Wettkampfs und bestätigten ihre konstant starke Form an diesem Gerät.

Eine fehlerfreie Übung ohne Sturz am Stufenbarren war das erklärte Ziel. Jedoch nach einem sicheren Beginn fehlte ihr ausgerechnet bei einem einfacheren Element der nötige Schwung für den Seitenwechsel über den oberen Holm und sie musste das Gerät verlassen. Mit 10.100 Punkten blieb sie hinter ihren Möglichkeiten.

Am Schwebebalken wartete die nächste Bewährungsprobe. Gerade an diesem Gerät hatte Weissenhofer in den vergangenen Wettkämpfen immer wieder Stürze hinnehmen müssen. Diesmal präsentierte sie sich deutlich stabiler und brachte ihre Übung ohne Sturz durch. Zwar schlichen sich kleinere Unsicherheiten ein und nicht alle geplanten Verbindungen gelangen, dennoch konnte sie mit 11.050 Punkten zufrieden sein.

Den Abschluss bildete die Bodenübung. Als letzte Turnerin des Wettkampfs zog Weissenhofer noch einmal die Aufmerksamkeit der gesamten Halle auf sich und überzeugte mit einer sauber geturnten und ausdrucksvollen Darbietung. Erstmals in dieser Saison zeigte sie einen sicher gestandenen Doppelsalto gebückt. Auf weitere Schwierigkeitselemente wie einen zweiten Doppelsalto und die Doppelschraube wurde im Hinblick auf die langfristige Wettkampfplanung bewusst noch verzichtet. Die Kampfrichter honorierten ihre Leistung mit 11.600 Punkten. Am Ende standen 45.900 Punkte zu Buche. Im Hinblick auf die EM-Vorbereitung und die bewusst noch nicht gezeigten Schwierigkeiten ist dieses Resultat insgesamt positiv zu bewerten.

Schweizerinnen eine Klasse für sich

Im Mannschaftswettbewerb präsentierten sich die Schweizer Turnerinnen in bestechender Form. Mit konstant starken Leistungen sicherten sie sich den Sieg souverän vor Tschechien und Österreich.

Für Weissenhofer geht die Vorbereitung auf die Europameisterschaften ohne Pause weiter. Bereits am Montag reiste das Team Vorarlberg für ein einwöchiges Trainingslager nach Unterföhring in Deutschland. Anschliessend stehen weitere intensive Trainingsblöcke in Dornbirn und Linz auf dem Programm. Bis zum Saisonhöhepunkt in Zagreb liegt der Fokus nun auf dem Feinschliff der Übungen. Gleichzeitig werden die geplanten Schwierigkeitselemente Schritt für Schritt ins Wettkampfprogramm integriert.

hitze.li