Alexander Ospelt ist neuer FIS-Präsident
Alexander Ospelt beim FIS Congress 2026 in Belgrad | Foto: FIS / Action Press / Marko Djokovic
Mit einer einzigen Stimme Unterschied hat der Liechtensteiner Rechtsanwalt Alexander Ospelt am Donnerstag am 57. FIS-Kongress in Belgrad den umstrittenen Amtsinhaber Johan Eliasch abgelöst. 65 zu 64 lautete das Ergebnis — knapper geht es kaum.
Der 58-jährige Ospelt, der in Schaan eine eigene Anwaltskanzlei führt, trat mit dem Bewerbungsdossier «Building Bridges» an — Brücken bauen zwischen Verbänden, Veranstaltern und Athleten. Die 75 Mitgliedsverbände hatten zuvor mit 77 zu 50 Stimmen durchgesetzt, dass die Wahl per Papierstimmzettel und nicht elektronisch abgehalten wird — ein Zeichen dafür, wie gross das Misstrauen gegenüber Eliasch geworden war.
Ospelt ist kein Unbekannter im Ski-Weltverband: Acht Jahre lang präsidierte er den Liechtensteinischen Skiverband, seit zwei Jahren gehört er dem FIS-Rat an. Er studierte Rechtswissenschaften in St. Gallen und Europarecht in Brüssel.
Eliaschs Abwahl kommt nicht überraschend. Dem Head-Ski-Besitzer wurde vorgeworfen, die FIS-Reserven von 130 Millionen auf 43 Millionen Franken heruntergewirtschaftet zu haben. Weder der britische noch der schwedische Skiverband wollte ihn nominieren — Eliasch trat schliesslich für Georgien an, nachdem er sich einen georgischen Pass besorgt hatte.

