Mauren schliesst 2025 mit starkem Überschuss ab

Gemeindehaus Mauren

Die Gemeinde Mauren blickt auf ein finanziell starkes Jahr 2025 zurück. An seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 hat der Gemeinderat die Jahresrechnung 2025 einstimmig genehmigt und den verantwortlichen Organen Entlastung erteilt. Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen deutlich: Mit Gesamteinnahmen von 29,72 Millionen Franken und Gesamtausgaben von 25,45 Millionen Franken resultiert ein Mehrertrag in der Gesamtrechnung von 4,27 Millionen Franken. Der Bilanzgewinn beträgt 3,89 Millionen Franken.

Vor der Abstimmung wurde die Rechnung von der Revisionsgesellschaft Ernst & Young AG aus Vaduz sowie von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) geprüft. Beide Kontrollorgane empfahlen dem Gemeinderat, die Rechnung zu genehmigen – eine Empfehlung, der dieser ohne Gegenstimme folgte.

Ertrag wächst, Aufwand bleibt stabil

Besonders erfreulich ist die Entwicklung auf der Ertragsseite. Der Jahresertrag aus betrieblicher Tätigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Millionen Franken auf 29,7 Millionen Franken – und lag damit um 1,9 Millionen Franken über dem Budget. Auf der Aufwandseite hielt sich die Gemeinde diszipliniert: Mit einem Jahresaufwand von 25,8 Millionen Franken blieb sie auf Vorjahresniveau und unterschritt das Budget um 1,1 Millionen Franken.

Die Beitragsleistungen und Kostenbeteiligungen bildeten mit 8,4 Millionen Franken erneut die grösste Ausgabenposition. Sie sind gesetzlich und vertraglich vorgegeben und damit kaum kurzfristig steuerbar. Der Sachaufwand belief sich auf 7,2 Millionen Franken, die Personalkosten auf 5,9 Millionen Franken. Bemerkenswert dabei: Die Gemeindeverwaltung bewältigt ihre Aufgaben seit 2003 mit beinahe identischer Stellenzahl – obwohl die Wohnbevölkerung von Mauren-Schaanwald seither erheblich gewachsen ist.

Hohe Eigenfinanzierung, solide Bilanz

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit betrug 7,7 Millionen Franken und ermöglichte einen Selbstfinanzierungsgrad von bemerkenswerten 232 Prozent. Das bedeutet: Die Gemeinde konnte ihre Nettoinvestitionen von 3,3 Millionen Franken mehr als doppelt aus eigenen Mitteln decken.

Die grösste Investition im Berichtsjahr war die Sanierung des Sportparks Eschen-Mauren mit Kosten von rund 1,45 Millionen Franken. Für Beteiligungen – unter anderem an der Stiftung Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe sowie an der Wasserversorgung Liechtensteiner Unterland – wurden 1,4 Millionen Franken aufgewendet. Auf Fahrzeuge, Geräte und IT entfielen 0,2 Millionen Franken.

Die Schlussbilanz per 31. Dezember 2025 weist ein Finanzvermögen von 58,51 Millionen Franken und ein Verwaltungsvermögen von 55,44 Millionen Franken aus. Das Eigenkapital stieg nach Zuweisung des Bilanzgewinns auf 108,68 Millionen Franken. Das Netto-Finanzvermögen – also die frei verfügbaren Mittel nach Abzug des Fremdkapitals – beträgt 52,9 Millionen Franken, wovon 42,2 Millionen Franken auf den vorsorglichen Bodenerwerb entfallen.

Steuersenkung schlug sich nieder

Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Einnahmen war der Entscheid des Gemeinderats, den Steuerzuschlag für das Steuerjahr 2024 auf 180 Prozent zu senken – gegenüber den üblichen 200 Prozent. Diese Massnahme führte zu Mindereinnahmen von 1,7 Millionen Franken für die Gemeinde und entsprechenden Vergütungen für die Steuerpflichtigen. Trotz dieser Einbusse schloss die Rechnung klar positiv ab, was die Stärke der Maurner Finanzlage unterstreicht.

Der Anteil des Finanzausgleichs am Gesamtertrag sank von 31,3 Prozent im Vorjahr auf 22,8 Prozent – ein Zeichen dafür, dass Mauren zunehmend aus eigener Kraft wirtschaftet.

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