Häuserchronik neu aufgelegt: «Die alten Häuser von Mauren 1800 bis 1900» kehrt zurück

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Das Buch «Die alten Häuser von Mauren 1800 bis 1900» ist nach über zwei Jahrzehnten in einer aufwendig überarbeiteten Neuauflage erschienen. Heute Abend wurde das Werk im Kunsthaus Rössle in Mauren der Öffentlichkeit präsentiert.

Der im Jahr 2010 verstorbene Maurer Bürger Hans Jäger hatte jahrzehntelang historische Daten über die Häuser von Mauren und Schaanwald gesammelt und 2001 veröffentlicht. Die 300 Exemplare der Erstauflage sowie ein Nachdruck von 100 Stück waren rasch vergriffen. Das rund 700-seitige Werk – eine Zusammenstellung aus Originalen und Kopien mit verschiedenen Textarten und gestalterischen Stilen – hatte sich seither zu einem wichtigen Nachschlagewerk zur Bau- und Dorfgeschichte des 19. Jahrhunderts entwickelt.

Dennoch wurde der inhaltliche Wert des Buches durch seine uneinheitliche Gestaltung nicht ausreichend widergespiegelt. Das befanden Alexander Batliner und Georg Jäger, der Sohn des Originalautors, und machten sich an eine umfassende Neubearbeitung. „Das Werk von Hans Jäger hat eine so hohe Relevanz für die Dorfgeschichte von Mauren und Schaanwald sowie für die baugeschichtliche Entwicklung Liechtensteins erhalten, dass es modernen Ansprüchen in textlicher, gestalterischer und gliederungstechnischer Hinsicht gerecht werden sollte», erklärte Batliner bei der Buchpräsentation.

Neues Layout, neue Struktur

Die Neuauflage bietet ein einheitliches Layout, einen kohärenten Stil und eine überarbeitete Gliederung. Neu werden die Häuser nicht nur nach Hausnummern, sondern auch nach Standort und Gebietsname in Mauren und Schaanwald dargestellt. Ergänzt wird der Kerninhalt durch Fachbeiträge zur Baugeschichte sowie bautechnische Erklärungen von damals und heute.

Die inhaltlichen Recherchen von Hans Jäger wurden bewusst nicht verändert – eine Entscheidung, die Batliner ausdrücklich begründete: „Es war nie unsere Intention, die Arbeit von Hans Jäger zu schmälern.» Lediglich die Lebensdaten der erwähnten Personen wurden, soweit möglich, aktualisiert.

Bei seiner Präsentation zeigte Georg Jäger anhand konkreter Beispiele, wie Alt und Neu im Buch zusammenwirken: historische Aufnahmen seines Onkels aus den 1970er-Jahren, Fotos von Paul Matt aus den frühen 1960er-Jahren sowie aktuelle Bilder, die eigens für die Neuauflage angefertigt wurden. Auch historische Katasterauszüge, die über das Geoportal zugänglich sind, flossen in die Darstellung ein und ermöglichen es, alle im Buch enthaltenen Häuser kartografisch zu verorten.

Vorsteher Peter Frick sprach bei der Präsentation von einer Selbstverständlichkeit, dieses Projekt zu unterstützen – und von persönlicher Verbundenheit: „Solche Häuser haben einfach Geschichten mit sich, und daraus entstehen Emotionen, die einen mit ihnen verbinden.» Er zeigte sich überzeugt, dass die Neuauflage rasch vergriffen sein werde: „Schauen Sie, dass Sie sich ein Exemplar sichern, sonst ist es fort.»

Der Gemeinderat hatte für 2024 einen Verpflichtungskredit von 54’000 Franken an die Gesamtkosten von 162’000 Franken genehmigt. Neben der Gemeinde Mauren gehören die Kulturstiftung Liechtenstein sowie zahlreiche weitere Stiftungen und Privatpersonen zu den Förderern.