Vaduz gewinnt den Liechtensteiner Cup mit 4:3 – USV schlägt sich tapfer

FC Vaduz krönt sich zum Liechtensteiner Cupsieger 2026

FC Vaduz krönt sich zum Liechtensteiner Cupsieger 2026 | Fotos: Gregor Meier

Vaduz übernahm von Beginn weg das Kommando und verlagerte das Spiel rasch in die Platzhälfte der Unterländer, wo sich vor allem auf der linken Abwehrseite der USV Lücken zeigten. In der 12. Minute zog Stephan Seiler nach einem Freistoss aus elf Metern direkt ab – der Ball wurde im letzten Moment vom Bein eines Verteidigers über die Latte gelenkt. In der 16. Minute kam Brian Beyer beinahe durch, doch Livio Meier klärte in letzter Sekunde zur Ecke.

Die erste grosse Chance des Spiels gehörte Vaduz in der 21. Minute: Milos Cocic flankte auf den Kopf von Marcel Monsberger, doch Gabriel Foser war mit einem starken Reflex und im Nachfassen zur Stelle.

Nach einer halben Stunde fiel dann die Führung. Nach einem Angriff über Ronaldo Dantas Fernandes und Stephan Seiler legte Marcel Monsberger ideal für Brian Beyer ab, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. In der 34. Minute verpasste Monsberger die Erhöhung: Er drehte sich im Strafraum um seinen Gegenspieler, traf mit dem Flachschuss aber knapp am entfernten Pfosten vorbei.

Beyer trifft nach mustergültigem Angriff
Brian Beyer trifft zum 1:0 nach mustergültigem Angriff

Das 2:0 war ein Tor der besonderen Klasse: Dominik Schwizer zog in der 39. Minute von halblinks mit einem Halbvolley ab und traf ins entfernte Kreuzeck – ein Wow ging durch das Stadion. Doch der Vorsprung hielt nur eine Minute: Giosuè Schulthess passte von rechts vor das Tor, Filip Radojicic hielt den Fuss hin und verkürzte auf 2:1.

Zweite Halbzeit: Ausgleich, erneute Führung und die Entscheidung

Die zweite Halbzeit begann mit Chancen auf beiden Seiten. In der 52. Minute versuchte Schulthess einen Lupfer über den weit vor dem Tor stehenden Büchel – der Ball ging haarscharf am linken Pfosten vorbei. Kurz darauf kam der Ball zu Medin Murati, der aus rund zehn Metern nicht optimal traf.

Nach einem Wechsel von Mischa Eberhard für Ronaldo Dantas Fernandes (55.) kam die USV in der 60. Minute zum verdienten Ausgleich: Nach einer Ecke köpfte Luka Krbanjevic zum 2:2 ein. Vaduz reagierte mit einem Doppelwechsel – Luca Mack für Dominik Schwizer und Malik Sawadogo für Stephan Seiler.

Die Antwort des Favoriten liess nicht lange auf sich warten: Nach einer Ecke in der 66. Minute köpfte Mats Hammerich zum 3:2 ein. In der 72. Minute wäre der Ausgleich beinahe gefallen, doch Benjamin Büchel rettete mit einer Fussabwehr.

Tor zum 4:2
Tor zum 4:2

In der 75. Minute wurde die USV-Abwehr überrascht. Brian Beyer hatte Platz und schlug einen Hammer aus knapp 20 Metern hinter Gabriel Foser zum 4:2 ein.

Doch die Unterländer gaben nicht auf: In der Nachspielzeit traf Einwechselspieler Mitko Gjorgjievski zum 4:3 und sorgte nochmals für Spannung.