Cupfinale 2026: Vaduz trifft auf hungrigen Underdog
Morgen um 20 Uhr steigt im Rheinpark Stadion in Vaduz das Finale des Liechtensteiner Cups 2025/26. FC Vaduz misst sich mit USV Eschen/Mauren – auf dem Spiel stehen der Pokal und ein Startplatz in der Conference-League-Qualifikation.
Zwei Ausgangslage, eine grosse Bühne
Beide Mannschaften haben sich in den Halbfinals souverän durchgesetzt und stehen sich nun in einem Duell gegenüber, das unterschiedlicher kaum sein könnte. Auf der einen Seite der klare Favorit FC Vaduz, der als Challenge-League-Klub mit professionellem Unterbau antritt und das europäische Geschäft fest im Visier hat. Auf der anderen Seite der USV Eschen/Mauren, der als Aussenseiter antritt – und genau daraus seine Stärke ziehen will.
Vaduz-Trainer Marc Schneider machte an der Pressekonferenz am Montag deutlich, worum es für seinen Klub geht: „Wir wollen unbedingt in die Conference League starten. Es führt über dieses Spiel und über nichts anderes – und dementsprechend sind sich alle bewusst, welches Privileg das ist, wenn du europäisch spielst.» Die Botschaft an seine Mannschaft sei klar: kein Gedanke an das nächste Ligaspiel, totaler Fokus auf den Dienstagabend.
USV-Trainer Patrick Winkler setzt auf einen anderen Zugang. Sein Team geniesse die Situation, sagt er, und empfinde den Finaleinzug als „wunderbare Abwechslung». Den Druck nicht verlieren zu dürfen kenne man beim USV zur Genüge – nun spüre man zum ersten Mal den „schönen Druck gewinnen zu dürfen». Die taktische Marschroute: das Spiel so lange wie möglich offen gestalten und auf die eigenen Stärken setzen.
Beide Teams reisen nicht ohne Fragezeichen ins Finale. Beim USV Eschen/Mauren sind mehrere Akteure fraglich, ein weiterer ist für das Spiel gesperrt. Wer auflaufen kann, wird laut Winkler erst kurzfristig entschieden. Auch bei FC Vaduz gibt es Ungewissheiten.
Ein Thema, das Schneider nicht ausblendet, ist die zuletzt fehlende Effizienz vor dem Tor. Trotz guter Chancenkreation – etwa im jüngsten Spiel – blieb die Ausbeute bescheiden. Der FC-Vaduz-Coach gibt sich dennoch zuversichtlich: „Wir haben die Chancen kreieren können, die wir wirklich gebraucht haben. Wir haben das Potenzial bis jetzt noch nicht ganz ausgeschöpft.» Für das Finale sieht er darin auch eine Chance: Wer in der Qualität stabil bleibt und die Möglichkeiten nutzt, wird gewinnen.
Europäischer Traum oder Sensation?
FC Vaduz geht als Favorit ins Rennen und hat mit dem Einzug in die Conference-League-Qualifikation ein konkretes, sportlich messbares Ziel. Doch der Cup schreibt seine eigenen Geschichten. USV Eschen/Mauren hat nichts zu verlieren – und Winklers Mannschaft weiss, wie man im Finale bestehen kann.
Morgen Dienstagabend, 20 Uhr, Rheinpark Stadion Vaduz. Der Pokal wartet.

