UHC Schaan steigt in 2. Liga auf

UHC Schaan steigt in 2. Liga auf

UHC Schaan steigt in 2. Liga auf | Bild: Zvg.

Die Herrenmannschaft des UHC Schaan krönt ihre ausgezeichnete Saison mit dem Aufstieg in die 2. Liga. Am letzten Sonntag machten die Gelb-Blauen in der letzten Runde alles klar. Ein Punkt reichte für den Aufstieg, es wurden deren vier. Trotz einer unglaublichen Schlussphase im letzten Saisonspiel reichte es jedoch um Haaresbreite nicht für den Meistertitel.

Nach einer enorm starken und dominanten ersten Saisonhälfte lief in der Rückrunde nicht mehr alles wie am Schnürchen. An der Heimrunde musste der UHCS die zweite Saisonniederlage gegen die Red Lions Frauenfeld hinnehmen. Ein Gegner, der den Schaaner bis Ende Saison noch einiges an Bauchschmerzen bereiten sollte. Es folgte eine gute Reaktion mit einem knappen Sieg gegen Benken. Doch bereits in der darauffolgenden Runde mussten die Schaaner erneut als Verlierer vom Feld, 5:8 gegen den UHC Elgg. Mit der Wut im Bauch musste dann Floorball Chur United viel Lehrgeld bezahlen, indem der Tabellenletzte von den Liechtensteinern mit 0:15 abgefertigt wurde. Mit viel Spannung wurde schliesslich die Schlussphase der Saison eingeläutet, in welcher der UHC Eschenbach durch eine starke Rückrunde ebenfalls Aufstiegsambitionen anmeldete. Demzufolge wurde das Duell Ende März mit viel Brisanz erwartet. Der UHCS erwischte nicht den besten Tag und musste sich nach einer schwachen Anfangsphase schlussendlich mit 4:5 geschlagen geben. Zusätzlich liess man im zweiten Spiel gegen Black Barons Wil mit einem 6:6 wichtige Punkte liegen. Trotzdem stand der UHC Schaan vor der letzten Runde immer noch an der Tabellenspitze, punktegleich mit Frauenfeld aber mit besserem Torverhältnis.

Gruppensieg knapp verpasst

Anfang des Jahres kommunizierte der Verband, dass die Red Lions Frauenfeld auf einen allfälligen Aufstieg verzichten würden. Somit benötigte der UHCS an der letzten Runde noch einen Punkt, um Eschenbach auf Distanz zu halten und den definitiven Aufstieg zu sichern. Die erste Partie gegen ESV Rätia begann ziemlich verhalten und ausgeglichen, was der Halbzeitstand von 3:3 wiedergab. Die Liechtensteiner vermochten im zweiten Durchgang mehr aufzudrehen und lenkten das Spiel immer mehr auf deren Seite. Bei Spielende stand ein 11:6 Sieg zu Buche, wobei das Torverhältnis noch eine bedeutende Rolle einnehmen sollte. Die Red Lions aus Frauenfeld hatten bereits einige Stunden zuvor ihre Hausaufgaben erledigt und zwei deutliche Siege eingefahren. Vor dem letzten Saisonspiel der Schaaner war die Ausganglage nun klar: um Frauenfeld noch von der Spitze zu verdrängen, benötigte es einen Sieg mit mindestens neun Toren Differenz.

Auch die zweite Partie gegen UHU St. Gallen begann für solche Umstände relativ verhalten. Die St. Galler eröffneten das Score, wobei die Schaaner jeweils mit einem Tor nachziehen konnten. So stand es auch in diesem Spiel zur Pause 3:3. Allen die es mit Gelb-Blau hielten war nun klar, dass es schlicht mehr Tore braucht und auf dieser Art und Weise vielleicht ein Sieg möglich ist, aber nicht in der benötigten Grössenordnung. So entschieden sich die Liechtensteiner, ab der zweiten Halbzeit bei Ballbesitz jeweils den Torhüter durch einen vierten Feldspieler zu ersetzen. Bereits die ersten Versuche fruchteten und der UHCS zog auf 9:3 davon. Das Spiel wurde intensiver und hitziger, da sich auch St. Gallen nicht einfach so geschlagen gegen wollte und die Schaaner die Hoffnung auf den Gruppensieg witterten. Mit dem Risiko des verwaisten Tores kam der UHCS relativ gut zurecht, musste aber trotzdem noch zwei Gegentore hinnehmen. Trotzdem blieb der Druck auf das St. Galler Tor enorm hoch, wobei weitere Treffer dazukamen. Topscorer Mario Neff traf 50 Sekunden vor Schluss zum 13:5, was auch von den Frauenfelder Spielern auf der Tribüne staunend zur Kenntnis genommen wurde. Trotz allem Anrennen reichte die verbleibende Zeit nicht mehr und so blieb es bei diesem Spielstand. Dies bedeutete Punktegleichstand mit den Red Lions, sowie dieselbe Tordifferenz. Da die Thurgauer mehr geschossene Tore aufweisen können, durften sie sich am Schluss über den Gruppensieg freuen.

Bei den Schaanern währte die Enttäuschung über den verpassten Pokal nur kurz, denn der Stolz über die letzte Partie, die gesamte Saison und den verdienten Aufstieg überwiegte bis in die späten Abendstunden.