SpaceX plant den grössten Börsengang der Geschichte

NASA’s SpaceX Crew-6 Crew Walkout

NASA’s SpaceX Crew-6 Crew im Kennedy Space Center. Photo Credit: NASA/Joel Kowsky

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX plant eine Erstnotierung, die alle bisherigen Rekorde brechen könnte. Mit einer angestrebten Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar und einem geplanten Erlös von bis zu 75 Milliarden US-Dollar würde der Börsengang zur grössten Aktienemission aller Zeiten.

Den bisherigen Rekord hält Saudi Aramco: Beim Börsengang 2019 nahm der saudische Ölkonzern rund 29,4 Milliarden US-Dollar ein. SpaceX würde diesen Betrag um ein Mehrfaches übertreffen. Bei der angepeilten Bewertung würde das Unternehmen in der Liste der wertvollsten börsennotierten Konzerne knapp vor Tesla eingestuft.

Auffällig ist der Plan, bis zu 30 Prozent der Aktien für Kleinanleger zu reservieren. Bei herkömmlichen Börsengängen entfallen in der Regel nur 5 bis 10 Prozent auf private Anleger. Mit diesem Schritt will Musk langfristige Halter gewinnen und schnelle institutionelle Verkäufe nach der Erstnotierung verhindern.

Die Abwicklung ist bereits auf mehrere Investmentbanken verteilt: Bank of America übernimmt den US-weiten Retailvertrieb, Morgan Stanley bedient kleinere Aufträge über die Onlineplattform E*Trade, UBS betreut internationale vermögende Kunden, und Citi koordiniert die Auslandsverkäufe.

## Verlangsamtes Wachstum trotz Rekorderlösen

SpaceX erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von rund 15,5 Milliarden US-Dollar – ein starkes Resultat, das aber ein deutlich verlangsamtes Wachstum gegenüber den Vorjahren zeigt. Während der Umsatz 2022 noch um 100 Prozent gestiegen war, lag das Wachstum 2025 noch bei 18 Prozent. Die angestrebte Börsenbewertung entspricht dem 113-fachen des Jahresumsatzes 2025 – ein hoher Multiplikator, der im Vergleich zu anderen börsennotierten Raumfahrtunternehmen wie AST SpaceMobile (142x) oder Rocket Lab (44x) einzuordnen ist.

SpaceX betreibt mit dem Starlink-Netzwerk den weltweit grössten kommerziellen Satelliteninternetzugang und bietet mit seinen Falcon-Raketen Trägerdienste für die NASA, das US-Verteidigungsministerium sowie kommerzielle Kunden an. Im Februar 2026 hatte Musk SpaceX zudem mit seinem KI-Unternehmen xAI zusammengeführt, was die Privatbewertung auf rund 1,25 Billionen US-Dollar trieb.

Die Einreichung des Börsenprospektsbei der US-Börsenaufsicht SEC wird laut Medienberichten noch in dieser Woche oder Anfang April 2026 erwartet. Danach folgen typischerweise eine Roadshow sowie die Preisfindung, bevor die Aktie zur Zeichnung freigegeben wird. Analysten sehen den SpaceX-Börsengang als wichtigen Stimmungsbarometer für den gesamten Technologie- und KI-Sektor. Kritiker weisen jedoch auf Risiken hin: Die starke Abhängigkeit von staatlichen Aufträgen, die Aktionärsstruktur unter Musk sowie regulatorische Fragen könnten das Interesse institutioneller Investoren dämpfen.

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