EFTA und Vietnam rücken Freihandelsabkommen näher

EFTA und Vietnam rücken Freihandelsabkommen näher

Markus Schlagenhof, Stellvertretender Generalsekretär (EFTA-Sekretariat), Ögmundur Hrafn Magnússon, Botschaftsrat und stellvertretender Ständiger Vertreter bei der EFTA, Ständige Vertretung Islands in Genf (Island), Sveinung Røren, Direktor im Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei (Norwegen), Le Trieu Dung, Generaldirektor, Abteilung für multilaterale Handelspolitik, Ministerium für Industrie und Handel (Vietnam), Philippe Lionnet, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO (Schweiz) sowie Patrick Ritter, Minister und stellvertretender Ständiger Vertreter, Ständige Vertretung Liechtensteins in Genf (Liechtenstein) | Bildquelle: EFTA

Die EFTA-Staaten und Vietnam haben bei der 19. Verhandlungsrunde für ein Freihandelsabkommen weitere Fortschritte erzielt. Die Gespräche fanden vom 24. bis 27. Februar 2026 in Genf statt.

Vier Tage lang sassen die Delegationen beider Seiten am Verhandlungstisch. Auf EFTA-Seite übernahm Sveinung Røren, Direktor im norwegischen Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei, die Rolle des Sprechers. Die vietnamesische Delegation wurde von Le Trieu Dung, Generaldirektor im Ministerium für Industrie und Handel, geleitet.

Die Gespräche umfassten ein breites Themenspektrum: Warenhandel, Dienstleistungen, geistiges Eigentum, Handel und nachhaltige Entwicklung sowie technische Handelshemmnisse. Daneben wurden Fragen zu Ursprungsregeln, Handelserleichterungen, Klein- und Mittelunternehmen, Investitionen, öffentlichem Beschaffungswesen sowie rechtlichen und institutionellen Aspekten erörtert.

Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Runde. In mehreren zentralen Bereichen seien messbare Fortschritte erzielt worden, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung. Das nächste Treffen soll im zweiten Quartal 2026 stattfinden, um den Schwung zu nutzen und die verbleibenden Differenzen mit Blick auf einen baldigen Abschluss zu überwinden.

Rasant wachsender Handel

Die wirtschaftliche Dimension des angestrebten Abkommens ist beträchtlich. Der bilaterale Warenhandel zwischen den EFTA-Staaten – zu denen neben Liechtenstein auch die Schweiz, Norwegen und Island gehören – und Vietnam belief sich 2025 auf 4,8 Milliarden Euro. Mit jährlichen Wachstumsraten von über zehn Prozent in beide Richtungen hat sich der Austausch in den vergangenen Jahren stark intensiviert.

Vietnam erzielte 2025 gegenüber den EFTA-Staaten einen Handelsüberschuss von 2,5 Milliarden Euro. Die wichtigsten EFTA-Exporte nach Vietnam waren elektrische Maschinen, Fisch, Pharmazeutika und mechanische Maschinen. Aus Vietnam importierten die EFTA-Länder vor allem elektrische Maschinen, Schuhe und Bekleidung sowie mechanische Maschinen.

Ein detaillierter Bericht zur 19. Verhandlungsrunde soll in Kürze veröffentlicht werden.

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