1:6 gegen Litauen – Tapfere Liechtensteinerinnen zahlen Lehrgeld
Liechtensteins Frauen-Fussballnationalmannschaft | Archivbild von Gregor Meier
Das Ergebnis ist deutlich, die Enttäuschung verständlich – doch der Auftritt macht Mut. Liechtensteins Frauen-Nationalteam unterlag Litauen zum Auftakt der WM-Qualifikation mit 1:6, zeigte dabei aber über lange Zeit eine beherzte Leistung. Die Premiere im Rheinparkstation begann denkbar ungünstig. Mit dem praktisch ersten Angriff gingen die Litauerinnen nach nur drei Minuten in Führung. Ein sauber vorgetragener Spielzug brachte die frühe 0:1-Hypothek für das Team von Nationaltrainerin Adrienne Krysl.
Liechtenstein liess sich vom frühen Rückstand jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit hielt das Heimteam gut dagegen, verteidigte diszipliniert und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Nach gut einer halben Stunde wurde der Einsatz belohnt: Katharina Risch verwertete eine gelungene Kombination zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich.
Die Freude währte allerdings nur bis kurz vor dem Pausenpfiff. Erneut schlug Litauen eiskalt zu – diesmal durch einen direkt verwandelten Eckball. Ein sehr frühes und ein sehr spätes Gegentor bildeten einen bitteren Kontrast zu einer insgesamt ansprechenden ersten Halbzeit der Liechtensteinerinnen.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Litauen bestimmte das Spielgeschehen und erarbeitete sich zahlreiche Eckbälle, die immer wieder für Gefahr sorgten. Mit zunehmender Spieldauer schwanden beim Heimteam die Kräfte. In den letzten 25 Minuten musste Liechtenstein gleich vier weitere Treffer hinnehmen.
Trotz der deutlichen Niederlage zeigte Liechtenstein Moral. Bis zum Schlusspfiff wurde diszipliniert verteidigt und immer wieder versucht, eigene Akzente zu setzen.
