Märchenhafte Premiere im K-Bum: „Rapunzel“ verzaubert das Publikum
Premiere von Rapunzel im K-Bum | Fotos: Gregor Meier
Mit viel Witz, Musik und interaktivem Charme feierte am heutigen Abend das Märchenstück „Rapunzel“ im K-Bum in Malbun seine umjubelte Premiere. Zahlreiche kleine und grosse Besucherinnen und Besucher strömten in die winterliche Bergkulisse, um die Neuinszenierung des bekannten Grimm-Klassikers zu erleben – und wurden nicht enttäuscht.
Bereits zu Beginn sorgte die Schlossgesellschaft für heitere Stimmung: Ein junger Prinz, der sich lieber mit seinem treuen Pferd Maximus, Ritterturnieren und Konzerten vergnügt, als eine „anständige und hochwohlgeborene Ehefrau“ zu suchen, gerät mit seinem Vater aneinander. Dieser schickt ihn kurzerhand in die weite Welt, um eine geeignete Braut zu finden – andernfalls blieben die Schlosstore verschlossen.
Was folgt, ist eine abenteuerliche Reise durch einen undurchdringlichen Wald, gespickt mit Wortwitz und Situationskomik. Besonders das Zusammenspiel zwischen dem Prinzen und seinem Pferd Maximus – das vom Publikum immer wieder mit einbezogen wurde – sorgte für viele Lacher. Immer wieder wandten sich die Darsteller direkt an die Kinder im Saal und machten sie zu Verbündeten der Geschichte.
Im Mittelpunkt steht schliesslich Rapunzel, die seit ihrer Geburt in einem einsamen Turm gefangen gehalten wird. Bewegend erzählte sie ihre Geschichte: Wie ihr Vater einst aus dem Garten der Zauberin Feldsalat stahl, um ihre kranke Mutter zu retten, und sie selbst daraufhin der Hexe überlassen musste. Die Inszenierung griff dabei Elemente des Märchens der Brüder Grimm auf, interpretierte sie jedoch mit augenzwinkernder Modernität.
Für besondere Heiterkeit sorgte die Figur des Waldmenschen Leopold – ein liebenswerter, etwas tollpatschiger Pilzsammler, der sich in herrlich absurden Wortgefechten mit dem Prinzen verhedderte. Seine Szenen mit der eitel-bösen Zauberin waren ein Höhepunkt des Abends. Letztere überzeugte mit scharfzüngigen Kommentaren und übertriebener Selbstinszenierung – sehr zur Freude des Publikums.
Als die Zauberin schliesslich das bekannte Kommando „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“ ruft, wurde es mucksmäuschenstill im Saal – nur um kurz darauf in gemeinsames Mitrufen überzugehen. Die Kinder durften dem Prinzen helfen, den berühmten Spruch richtig zu sprechen, um in den Turm zu gelangen. Dieses interaktive Element verlieh der Aufführung eine besonders lebendige Atmosphäre.
Mit dieser gelungenen Inszenierung ist dem K-Bum in Malbun ein stimmungsvoller Auftakt gelungen. „Rapunzel“ verspricht auch für die kommenden Vorstellungen einen Märchenabend voller Herz, Humor und grosser Taten.









