Initiative fordert Fristenlösung nach Schweizer Vorbild
Das Initiativkomitee «Fristenlösung für Liechtenstein» will heute eine Initiative für eine Änderung des Strafgesetzbuches einreichen. Das kündigte das Komitee in einer Medienmitteilung an. Schwangerschaftsabbrüche sollen bis zur zwölften Woche straffrei werden. Als Vorbild dient die Schweizer Regelung. Zusätzlich will die Initiative das bestehende Informationsverbot aufheben.
Derzeit finden Schwangerschaftsabbrüche ausserhalb Liechtensteins statt. Betroffene Frauen weichen mehrheitlich in die Schweiz aus. Das Komitee spricht von erschwerten Bedingungen und will eine Lösung im Inland ermöglichen. Die Initianten argumentieren, man brauche eine zeitgemässe Regelung. Frauen sollen im eigenen Land dieselben Bedingungen vorfinden wie im Nachbarland. Das Komitee bezeichnet die angestrebte Lösung als ehrlich und verantwortungsvoll.
Dem Komitee gehören Vertreter verschiedener Organisationen und Einzelpersonen aus der Zivilgesellschaft an. Folgende Organisationen unterstützen die Initiative: Frauen in guter Verfassung, Frauennetz, Freie Liste, Junge Liste, Infra und Büro Luz.
