Arbeitslosigkeit in der Schweiz steigt deutlich

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Der Schweizer Arbeitsmarkt startete angespannt ins neue Jahr. Im Januar 2026 registrierte das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO 152’280 Arbeitslose. Gegenüber dem Dezember entspricht das einem Plus von 5’005 Personen. Im Vergleich zum Januar 2025 stieg die Zahl um 16’507. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 3,2 Prozent.

Saisonbereinigt zeigt sich ein etwas ruhigeres Bild. Bereinigt um saisonale Effekte sank die Zahl der Arbeitslosen um 1’355 auf 138’451. Die Quote fiel auf 2,9 Prozent. Jugendliche fanden schwieriger Arbeit. Bei den 15- bis 24-Jährigen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 141 auf 13’785. Im Jahresvergleich kamen 1’444 junge Arbeitslose hinzu. Die Jugendarbeitslosenquote lag bei 3,2 Prozent.

Auch ältere Arbeitslose meldeten sich häufiger bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren. In der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen wuchs die Zahl um 1’373 auf 42’029. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 4’809 Personen. Die Quote erhöhte sich auf 2,9 Prozent.

Insgesamt suchten im Januar 236’319 Personen eine Stelle. Das sind 4’695 mehr als im Vormonat. Die Stellensuchendenquote erreichte 5,0 Prozent. Saisonbereinigt blieb sie mit 4,7 Prozent nahezu stabil.

Gleichzeitig meldeten die RAV deutlich mehr offene Stellen. Im Januar registrierten sie 48’904 Vakanzen. Das sind 12’964 mehr als im Dezember. Rund zwei Drittel dieser Stellen unterlagen der Meldepflicht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Angebot um 6’852 Stellen. Saisonbereinigt lag die Zahl der offenen Stellen bei 51’070.

Weniger Personen verloren zuletzt den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Im November 2025 schöpften 2’832 Personen ihre Leistungen aus. Das sind 412 weniger als im Oktober. Diese Zahlen erscheinen mit Verzögerung und können sich noch verändern. Kurzarbeit gewann im Herbst wieder an Bedeutung. Im Oktober 2025 betraf sie 11’607 Personen. Das sind 822 mehr als im September. Die Zahl der betroffenen Betriebsabteilungen stieg auf 775.

Seit Anfang Januar arbeitet das SECO mit dem neuen Auszahlungssystem ASAL 2.0. Technische Probleme führten zu Verzögerungen bei den Auszahlungen. In den vergangenen Wochen verbesserte sich die Systemleistung deutlich, erreicht aber noch nicht das angestrebte Niveau.

Bis Ende Januar zahlten die Arbeitslosenkassen rund 85 Prozent der vorgesehenen Summe für den Monat Januar aus. Bei neu angemeldeten Arbeitslosen bestehen weiterhin Rückstände. Die Kassen bauen diese mit Hochdruck ab. Die Bearbeitung komplexer Dossiers kann weiterhin mehrere Monate dauern.

Anfang Februar überwiesen die Arbeitslosenkassen schweizweit rund 102 Millionen Franken an Arbeitslosenentschädigungen. Das SECO steht im engen Austausch mit Kantonen und Kassen und arbeitet daran, die Auszahlungen rasch zu stabilisieren.

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