Historischer Höchststand: Sozialversicherung knackt die 40’000er-Marke

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AHV-IV-FAK Vaduz | Foto: Gregor Meier

Erstmals flossen im Dezember 2025 mehr als 40’000 Dauerleistungen von der AHV-IV-FAK an die Versicherten. Die heute veröffentlichten provisorischen Zahlen belegen diesen Sprung deutlich. Vor etwa elf Jahren lag dieser Wert noch bei 30’000 Empfängern. Zur Jahrtausendwende erhielten lediglich 20’000 Personen regelmässige Zahlungen.

Besonders die Altersrenten treiben diese Entwicklung an. Inzwischen beziehen 27’279 Senioren eine monatliche Rente. Dies entspricht einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fachleute führen diesen Zuwachs auf die demografische Alterung zurück. Unsere Gesellschaft wird älter, was die Rentenkassen zunehmend fordert.

Ein kurzer Rückblick erklärt die Schwankungen der Vorjahre: 2022 stieg das Rentenalter von 64 auf 65 Jahre. Dadurch floss im Jahr 2022 weniger Geld an Neurentner. Seit 2023 klettern die Zahlen jedoch wieder im gewohnten Tempo nach oben. Ein Blick auf die weiteren Leistungen zeigt unterschiedliche Trends. Die Zahl der Verwitwetenrenten wuchs moderat um 4,2 Prozent. Bei den IV-Renten verzeichnete die Kasse lediglich einen Zuwachs von einem Prozent.

Massiv steigt hingegen der Bedarf beim Pflegegeld. Hier registriert die Versicherung ein Plus von 7,4 Prozent. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre ungebrochen fort. Kräftige Zuwächse gab es auch bei den Blindenbeihilfen, während die Hilflosenentschädigungen leicht sanken. Bei den Familienzulagen blieb die Lage mit 5’867 Bezügern nahezu stabil.

Das Jahr 2026 bringt frischen Wind in das Leistungsspektrum. Seit dem 1. Januar bietet Liechtenstein Elternzeit sowie bezahlte Vaterschaftstage an. Auch das Mutterschaftsgeld zahlt nun die Familienausgleichskasse aus.

Die ersten Auszahlungen starteten bereits gestern. Bis zum 26. Januar gingen 15 Anträge auf Vaterschaftsgeld ein. Zwei Frauen beantragten Mutterschaftsgeld und 14 Personen nutzten die Möglichkeit auf Elterngeld. Wie stark die Liechtensteiner diese neuen Angebote künftig beanspruchen, zeigt sich im weiteren Jahresverlauf.

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