Militärische Ehren, Gespräche mit Modi und Bankett bei der Präsidentin
Am zweiten Tag des Staatsbesuchs in Indien ist das Erbprinzenpaar in Neu-Delhi auf höchster Ebene empfangen worden. Staatspräsidentin Droupadi Murmu und Premierminister Narendra Modi begrüssten Erbprinz Alois und Erbprinzessin Sophie am Dienstagmorgen mit militärischen Ehren vor dem Präsidentenpalast Rashtrapati Bhavan. Es ist der erste Staatsbesuch Liechtensteins in Indien.
In einer kurzen Erklärung vor den Medien sagte der Erbprinz, der Besuch zeige, welche Bedeutung Liechtenstein der Beziehung zu Indien beimesse. Das Freihandelsabkommen zwischen Indien und den EFTA-Staaten, das seit einem Jahr in Kraft ist, bezeichnete er als wichtigen Meilenstein. Die Stärken der beiden Länder ergänzten sich, Potenzial sehe er unter anderem bei Innovation, moderner Fertigung, Finanzdienstleistungen, Bildung und Technologie.
Gespräche mit Jaishankar und Modi

Im Hotel machte Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar dem Erbprinzen anschliessend seine Aufwartung. Danach legte das Erbprinzenpaar an der Gedenkstätte Raj Ghat einen Kranz für Mahatma Gandhi nieder, wie es die Tradition vorschreibt ohne Schuhe. Nach einer Schweigeminute trug es sich ins Gästebuch ein.
Im Hyderabad House erwartete Premierminister Modi die Gäste vor dem Eingang. Am Delegationsgespräch nahmen auf Liechtensteiner Seite neben dem Erbprinzenpaar unter anderem Aussenministerin Sabine Monauni, LIHK-Präsident Klaus Risch und Markus Kaiser von der Kaiser-Gruppe teil. Beim anschliessenden Mittagessen mit Modi sass auch die gesamte Wirtschaftsdelegation mit am Tisch.
Am Nachmittag empfing der Erbprinz im Hotel weitere Gäste, darunter Finanzministerin Nirmala Sitharaman, Jayant Chaudhary, Staatsminister für Qualifikation und Unternehmertum, und den Chef der staatlichen Raumfahrtfirma New Space India.
Bankett im Präsidentenpalast

Am Abend kehrte die Delegation in den Präsidentenpalast zurück. Nach einem Gespräch im kleinen Kreis gab Präsidentin Murmu ein Bankett zu Ehren der Gäste. In ihrer Ansprache erinnerte sie daran, dass die Beziehungen seit ihrer Aufnahme 1993 stetig enger geworden seien. Das Freihandelsabkommen habe ihnen neuen Schwung verliehen, und Liechtensteiner Unternehmen bauten ihre Präsenz in Indien aus, etwa in der Fertigung, im Maschinenbau, in der Agrarforschung und im Gesundheitswesen. Sie zeigte sich überzeugt, dass der Staatsbesuch ein weiterer Meilenstein in den Beziehungen werde.
Am Mittwoch geht der Staatsbesuch nach einigen weiteren Terminen zu Ende.

