Julia Weissenhofer turnt als erste Liechtensteinerin an einer WM
Charlize Mörz (Leistungszentrum Linz), Julia Weissenhofer, Leni Bohle (Olympiazentrum Dornbirn) | Bild: Zvg.
Julia Weissenhofer startet an den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Rotterdam. Die Eschnerin ist damit die erste Liechtensteiner Kunstturnerin an einer WM. Vom 17. bis 25. Oktober messen sich in der niederländischen Hafenstadt rund 200 Turnerinnen aus etwa 60 Nationen. Das Ticket hatte sich Weissenhofer an den Europameisterschaften in Zagreb gesichert.
Schon vor einem Jahr hatte sie sich für die Weltmeisterschaften in Jakarta qualifiziert, musste wegen einer Verletzung kurz vor dem Wettkampf aber absagen. Am 13. Oktober reiste sie nun gemeinsam mit Nationaltrainerin Katharina Rexa via Amsterdam nach Rotterdam. Nach der ersten Trainingseinheit zeigte sie sich von den Dimensionen beeindruckt: „Es ist einfach alles noch viel grösser.“
Mehrkampf am Montag
Neben einer separaten Aufwärmhalle stehen den Athletinnen fünf abgetrennte Einturnhallen zur Verfügung, jede Nation erhält fest zugewiesene Trainingszeiten. Am Freitag folgt das Podiumstraining, bei dem die Geräte wie im Wettkampf auf einem erhöhten Podium stehen. Die Haupthalle fasst rund 10’000 Zuschauer und ist so gut wie ausverkauft.
Ihren WM-Mehrkampf bestreitet Weissenhofer am Montagnachmittag, 19. Oktober. Ihr Ziel ist es, das Resultat von den Schweizer Meisterschaften in Winterthur zu bestätigen, wo sie im Mehrkampf 48,950 Punkte erturnt hatte.
Ebenfalls in Rotterdam ist die Liechtensteiner Kampfrichterin Michaela Bill. Gemäss Reglement des Weltturnverbands muss jede teilnehmende Nation eine Kampfrichterin stellen, andernfalls droht dem Verband eine Busse von 5’000 Euro.
