Freie Liste nominiert 18 Kandidaten in 10 Gemeinden

Nominierte Kandidaten der Freien Liste für die Gemeinderatswahl

Die Freie Liste geht mit 18 Kandidaten in die Gemeinderatswahlen 2027. Am Freitagabend hat sie in der Kreativakademie in Vaduz einstimmig ihre Kandidaten für 10 Gemeinden nominiert. Fertig ist die Liste damit aber nicht. Die Partei sucht weiter, und Nachnominationen sind ausdrücklich noch möglich.

In Schaan hält die Freie Liste seit 2023 einen Sitz. Ein zweites Mandat sei in Reichweite, sagte Kaufmann – wenn es gelinge, bis im Januar noch zwei oder drei weitere Personen für eine Kandidatur zu gewinnen. Mit vier Personen stellt die Freie Liste in Schaan auch das grösste Kandiaten-Team auf. Benjamin Risch, Florian Gstöhl, Golda Maier und Gustav Kaufmann. Gstöhl, aufgewachsen in Balzers, arbeitet in Buchs als Spezialist für Arbeitssicherheit und Umweltschutz und legt den Arbeitsweg bei jedem Wetter mit dem Velo zurück. Seit 2023 sitzt er in der Schaaner Bau- und in der Umweltkommission, wo derzeit unter anderem die Schwammstadt ein

Auch anderswo will die Partei Boden gutmachen. In Triesenberg, wo sie 2023 leer ausging, tritt Sebastian Meier an. Der Schulbusfahrer lebt mit seiner Familie am Berg, sein erklärtes Ziel ist ein Sitz für die Freie Liste. Schützen will er vor allem die Natur und die Freiheit, die Kinder in Triesenberg geniessen. Erneut zur Wahl stellen sich die Gemeinderätinnen Cathérine Frick in Balzers und Andrea Hoch in Triesen.

In Vaduz kommt es zu einem Wechsel: Der amtierende FL-Gemeinderat Jakob Becker tritt nicht mehr an. Für die Partei gehen stattdessen zwei junge Kandidaten ins Rennen. Die 27-jährige Jennifer Sauter nennt Wohnen, Klima und Verkehr als ihre Themen; am dringendsten sei der Klimawandel, bei dem man jetzt handeln müsse. Tobias Gassner, 24, studiert Soziologie und betonte, Politik müsse immer die Gesellschaft als Ganzes im Blick haben.

In Planken kandidiert Sebastian Lapp, der in Schaan aufgewachsen ist und seit knapp zwei Jahren in Planken wohnt. Im Wahlkampf will er möglichst viele Einwohner persönlich treffen – in der kleinsten Gemeinde des Landes ein machbares Vorhaben.

In Eschen-Nendeln treten Antonella Lombardo und Joelle Berger an. Lombardo ist erst 2026 der Partei beigetreten und arbeitet in der Betreuung. Ein fertiges Projekt habe sie noch nicht, sagte sie. Ihr sei aber wichtig, dass über Sucht offen geredet werde und das Thema kein Tabu bleibe. Die 34-jährige Joelle Berger aus Nendeln ist Vorstandsmitglied des Arbeitnehmerverbands LANV und will Solidarität und soziale Sicherheit in den Gemeinderat tragen.

In Mauren-Schaanwald kandidiert Eliane Vogt. Die 61-Jährige ist beruflich im Bereich Ernährung und Gesundheit tätig und arbeitet seit vielen Jahren in einer Gemeindekommission mit. Eine gesunde Gemeinde bedeute für sie nicht nur gesunde Ernährung, sondern Lebensqualität insgesamt.

Den Schlusspunkt setzte Schellenberg, wo Gemeinderätin Eva-Maria Nicolussi-Vogt erneut antritt. In den vergangenen vier Jahren habe die Bevölkerung bei der Entwicklung des Dorfzentrums mitreden können, sagte sie. Nun gehe es darum, die Ergebnisse umzusetzen.

In Ruggell hingegen stellt die Partei vorerst keinen Kandidaten.

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