Die Sauschwänzlebahn

Gesundheit

Symbolbild für den Leserbrief. Das Bild stammt von der Redaktion, nicht von der Leserbriefschreiberin

Die schwäbsche Eisenbahn von Stuttgart nach Ulm, Meckenbeuren, Biberach bis Durlesbach, hat zwar mit der Sauschwänzlebahn durch das Wutachtal, von Lauchringen bis Hintschingen nichts zu tun, beiden ist aber gemein, dass sie die Volksseele tief berühren und Anlass gaben, lustige Lieder dazu zu komponieren. Eines hat den sinnigen Refrain: Trulla trulla trullala. Jetzt wird auch unsere Eisenbahn die ja gar nicht uns, sondern den Österreichern gehört fertig. Sie wird dann hell leuchtend in neuem Glanz erstrahlen, technisch vollkommen bis weit in die Zukunft zufriedene und dankbare Pendler und Touristen von Feldkirch bis Buchs und zurück bringen. Das heisst, unsere goldene Zukunft nimmt jetzt ihren eigentlichen Anfang. Vor der Sanierung war das mit dieser Bahn wie in Schilda. Da sind immer mehr Fahrgäste aus, wie eingestiegen. Hoffen wir, dass sich hier das Blatt doch noch zum Guten wendet und endlich mehr Leute ein wie aussteigen, wurde doch die ganze Strecke, auch um den Ardetzenberg herum saniert.

Neu kam auch noch eine weitere Haltestelle bei Tisis-Tosters hinzu. Diese macht Sinn, weil sich ganz in der Nähe das Landeskrankenhaus Feldkirch befindet. Bemerkenswert an dieser neuen Haltestelle ist, dass sie eine Unterführung mit sogar einem Lift hat, damit man von beiden Seiten ein und aussteigen kann. Was aber besonders auffällt ist eine hohe, lange schöne Lärmschutzwand vor den dahinter liegenden Häusern. Durch unsere Dörfer und Haltstatione, haben die Österreicher weder Unterführung, noch Lärmschutzwände errichtet. Aber warum nur? Entweder lieben die uns immer noch nicht, oder wir können nicht schön trullala singen, oder wir haben bei der Vertragsverlängerung sämtliche Trümpfe aus der Hand gegeben? Da wir nun also auch eine einmalige Bahnsituation haben, sollten auch wir darüber ein Liedchen schreiben. Wird es der Lage entsprechend saulustig, wolle es bitte in den Schulen gesungen werden, weil unsere Nationalhymne dafür ja nicht lustig genug ist.

Jo Schädler
Bendern