Rheinpark Vaduz: 343 Personen bringen ihre Ideen ein
Mehr Bewegung, mehr Natur, mehr Orte zum Verweilen: Das sind die Anliegen, welche die Vaduzer in die Weiterentwicklung des Rheinparks eingebracht haben. Getragen wurde die Mitwirkung allerdings von den Jüngsten – von den 343 Teilnehmern waren 241 Primarschulkinder.
Die Gemeinde Vaduz hat am Montag die Ergebnisse der Mitwirkung zum Rheinpark veröffentlicht. Vom 20. Mai bis zum 30. Juni konnten Einwohner und Primarschüler ihre Ideen einbringen, digital oder auf Papier. Zusammengekommen sind 271 Vorschläge. Gut 70 Prozent der Teilnehmer stellten dabei 15 Schulklassen; aus der erwachsenen Bevölkerung beteiligten sich 102 Personen. Die Gemeinde spricht von einer regen Beteiligung und dankt für die Rückmeldungen.
Schatten, Bänke, Trinkwasser
Inhaltlich fällt das Echo einheitlich aus. Am besten kommen jene vier Elemente an, die aus dem Stadionareal einen Park für alle machen sollen: Bewegungspark, Kleinspielfeld, Erlebnisspielplatz und Spielwiese. Daneben wünschen sich viele Mitwirkende einen naturnahen, baumreichen Park mit Schattenplätzen, Sitzgelegenheiten und Trinkwasserstellen. Beleuchtung, Toiletten und Verpflegungsangebote sollen dafür sorgen, dass die Anlage auch abends genutzt wird.
Bei den Anlagen selbst steht Mehrfachnutzung im Vordergrund. Das Kleinspielfeld soll neben Fussball auch Basketball, Hockey und weitere Sportarten zulassen, die Laufstrecke abwechslungsreich und gut ausgeleuchtet sein. Für den Erlebnisspielplatz verlangen die Eingaben natürliche Materialien – und ein klares Motto: „Dschungel“ nannten 10 der 15 Schulklassen.
Spitzensport und Breitensport unter einem Dach
Am 1998 eröffneten Rheinpark Stadion als Ort für den Leistungs- und Spitzensport hält die Gemeinde fest. Die Weiterentwicklung soll beides verbinden: ein zeitgemässes Stadion und zusätzliche Flächen für Breitensport, Freizeit und Erholung. Genau diese Doppelnutzung ist der Kern des Projekts – der Anstoss dazu kam aus der Beobachtung, dass die Anlage über Jahre vor allem dem Fussball diente, während der Freizeitsport zu kurz kam.
Entscheid liegt beim Gemeinderat
Das Planungsteam überarbeitet den Masterplan nun entlang der Eingaben; im Zentrum stehen die Qualität der Freiräume, eine naturnahe Gestaltung und die vielseitige Nutzbarkeit. Anschliessend geht das Papier an den Gemeinderat. Erste Planungsarbeiten sollen noch in diesem Jahr aufgenommen werden, die Umsetzung ab 2027 starten.

