Respekt vom Sieger, Stolz beim Verlierer: Die Trainerstimmen zum 0:2
Edgaras Jankauskas nach dem Spiel Liechtenstein - Litauen
Der Sieger klang nicht nach einem Sieger, der es leicht gehabt hatte. „Man muss betonen, dass die erste Halbzeit sehr ausgeglichen war. Es war kein einfaches Spiel für uns“, sagte Litauens Trainer Edgaras Jankauskas nach dem 2:0 in Vaduz. Konrad Fünfstück gratulierte danach dem Gegner zum verdienten Sieg und war trotzdem stolz auf seine Mannschaft.
Jankauskas: „Kein einfaches Spiel“
Jankauskas würdigte vor allem die Liechtensteiner Defensive. „Die Abwehr war sehr kompakt und wir hatten unsere Schwierigkeiten.“ Nach der torlosen ersten Halbzeit sei in seinem Team eine gewisse Nervosität spürbar gewesen. Mit dem Führungstor kurz nach der Pause habe sich das gelegt. „Dann in der zweiten Halbzeit zeigte sich unsere Stärke, und glücklicherweise konnten wir zwei Tore schiessen.“
Nach der torlosen ersten Halbzeit sei in seinem Team eine gewisse Nervosität spürbar gewesen. Mit dem Führungstor kurz nach der Pause habe sich das gelegt. „Dann in der zweiten Halbzeit zeigte sich unsere Stärke, und glücklicherweise konnten wir zwei Tore schiessen.“
Den Spielverlauf habe er in etwa so erwartet. „Wir dachten schon, dass wir den Ball mehrheitlich kontrollieren und im Spiel dominieren werden.“ Den Ausschlag habe die Zweikampfstärke gegeben. Ob Litauen nun als Gruppenfavorit gelte, liess Jankauskas offen: „Das war das erste Spiel, und wir müssen ja auch noch andere Spiele spielen.“

Fünfstück: „Mit einem klaren Plan“
Fünfstück hielt sich nicht lange mit Ausreden auf. Die Niederlage ärgerte ihn, die Leistung seiner Mannschaft nicht. „Ich bin Trainer, ich will immer gewinnen und Punkte holen. Da bin ich natürlich enttäuscht. Aber man muss auch immer ein bisschen realistisch sein“, sagte Fünfstück. Und dann: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Sie hat ihr Herz auf dem Platz gelassen.“
Vor allem die erste Halbzeit hob er hervor. „Wir haben defensiv extrem gut verteidigt, wir waren wirklich gut in den Zweikämpfen.“ Litauen habe vor dem Spiel angekündigt, gegen Liechtenstein ein hohes Resultat erzielen zu wollen. Davon war bis zur Pause nichts zu sehen. „Wenn du dann die letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit siehst, wo sie keine Ideen hatten, wie sie uns bespielen, wo Bälle ins Nichts geflogen sind, dann zeigt das einfach, dass die Mannschaft vieles richtig gut gemacht hat. Mit viel Herzblut, mit einem klaren Plan, mit einer klaren Strategie.“
Beeindruckt zeigte sich Fünfstück von der Physis des Gegners. Litauen habe im Kader zehn Spieler über 1,90 Meter gehabt. „Wenn du da im Kabinengang vorbeigelaufen bist, da wurde es dir fast dunkel.“ Bei Standardsituationen habe seine Mannschaft die Grössenunterschiede dennoch gut aufgefangen.
Den Knackpunkt sah Fünfstück im Beginn der zweiten Halbzeit. „Die Problematik war sicherlich, dass wir uns am Anfang durch die Systemumstellung von Litauen erst mal ein bisschen finden mussten.“ In dieser Phase fiel das 0:1. Das zweite Tor von Artūr Dolžnikov nannte er einen „Sonntagsschuss“: „Das wird man sicherlich noch ein paar Mal sehen.“
Dass seiner Mannschaft nach der Pause die Kräfte ausgegangen seien, wollte Fünfstück nicht gelten lassen. „Das war eine sehr, sehr gute erste Halbzeit von uns. Ich kann nicht feststellen, dass man in der zweiten Halbzeit irgendwie abgebaut oder nachgelassen hat.“

