Vaduz verliert den Super-League-Auftakt trotz starkem Auftritt

FC Vaduz #5

Der FC Vaduz ist mit einer 1:2-Niederlage in die Super League zurückgekehrt. Beim FC Lugano zeigte der Aufsteiger in der neuen AIL Arena eine mutige Leistung, scheiterte aber an der eigenen Chancenauswertung – und an zwei Eckbällen, die der Gastgeber eiskalt nutzte.

Der Start in die Partie war verhalten, beiden Mannschaften fehlte die Spielpraxis. Lugano hatte mehr Ball, in den ersten 15 Minuten aber kaum Ideen. Danach nahm das Spiel Fahrt auf – und die grösseren Möglichkeiten gehörten den Gästen.

In der 16. Minute gewann Vaduz einen Zweikampf im Mittelfeld, Mack schickte Djokic in die Tiefe, dessen Schuss an den weiten Pfosten klatschte. Den Abpraller brachte Monsberger nicht im Tor unter. Drei Minuten später brach Dalipi auf der linken Seite durch und legte perfekt in die Mitte, doch Monsberger setzte den Ball aus bester Position neben den Kasten. Auch Djokic vergab in der 22. Minute nach starker Einzelaktion.

Die Quittung folgte prompt. Nach einem Eckball in der 30. Minute köpfelte Mai den bereits geklärten Ball zurück in den Strafraum, wo Innenverteidiger Papadopoulos perfekt eingelaufen war und das Leder volley ins lange Eck jagte. Acht Minuten später war es erneut ein Innenverteidiger: Nach einem Corner von Renato Steffen blieb Mai in der Mitte völlig unbewacht und traf per Kopf zu seinem ersten Tor in der Super League.

Nach der Pause drückte zunächst Lugano, Torhüter Schaffran musste gegen Pihlström retten. Trainer Marc Schneider reagierte mit einem dreifachen Wechsel und liess seine Mannschaft mit drei Stürmern angreifen. Cabrera (55.), Eberhard (69.) und Monsberger (62.) prüften von Ballmoos, der Anschlusstreffer fiel in der 72. Minute: Dalipi kam links im Strafraum an den Ball, zog nach innen, verzögerte kurz und schlenzte die Kugel mit links ins lange Eck – ein Treffer der Extraklasse.

Doch die Aufholjagd endete abrupt. In der 82. Minute unterschätzte Leon Schaffran das Tempo des eingewechselten Moncada und brachte diesen kurz vor dem Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter Alessandro Dudic zeigte Rot – und weil Vaduz das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, musste Innenverteidiger Liridon Berisha das Torhütertrikot überstreifen.

Der Neo-Torwart hatte Glück, dass Grgic den fälligen Freistoss an die Latte setzte. Doch statt sich zurückzuziehen, drückte Vaduz auch in Unterzahl weiter: Monsberger scheiterte per Kopf an von Ballmoos, in der Nachspielzeit blockte Bichsel in höchster Not gegen Sorgic. Auf der Gegenseite traf Behrens die Latte, ehe ein missglückter Flankenversuch von Carbone in der 94. Minute ebenfalls an der Querlatte landete.

hitze.li