Schweiz und Liechtenstein erleichtern Anerkennung von US-Standards

US Polizeiauto

Im Rahmen des Handelsabkommens mit den USA wollen die Schweiz und Liechtenstein die Einfuhr amerikanischer Autos und Medizinprodukte vereinfachen. Vorgesehen ist, gewisse US-Normen künftig als Grundlage für technische Vorschriften anzuerkennen und Konformitätsbewertungsstellen beider Seiten gleichzustellen. Grundlage ist die gemeinsame Absichtserklärung der USA, der Schweiz und Liechtensteins vom 14. November 2025.

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Bei der Einzelzulassung von Fahrzeugen nach schweizerischem Recht wollen die Behörden mit den USA zusammenarbeiten, um die Anerkennung amerikanischer Standards zu vereinfachen. Das SECO stellt jedoch klar: Es geht weder um die Übernahme von US-Regulierungen noch um eine Zusage, bestimmte Fahrzeugtypen zuzulassen. Das künftig etwa Cybertrucks ohne Weiteres auf hiesigen Strassen rollen, muss man nicht befürchten. Die eigenen Sicherheits- und Umweltanforderungen bleiben bestehen.

FDA-Medizinprodukte für den Markt

Weiter gehen die Pläne bei den Medizinprodukten. Künftig sollen Geräte, die von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen sind, auch hierzulande auf den Markt gelangen können. Der Schweizer Bundesrat hatte bereits im Frühjahr 2025 die Grundlagen dafür geschaffen. FDA-Produkte müssen dabei weiterhin zentrale Anforderungen erfüllen – etwa an den Datenschutz, an Qualitätsmanagementsysteme und an die Marktüberwachung. Geprüft werden diese durch unabhängige private Konformitätsbewertungsstellen.

Hintergrund ist das Ende des Abkommens zur gegenseitigen Anerkennung mit der EU im Mai 2021, das den Marktzugang erschwert hatte. Mit der Öffnung gegenüber den USA will man den Patienten den Zugang zu Medizintechnik sichern. Bis FDA-zugelassene Produkte tatsächlich breit verfügbar sind, dürfte es allerdings dauern: Die nötige Verordnung tritt frühestens im Spätsommer oder Herbst 2026 in Kraft, mit einer praktischen Verfügbarkeit ist kaum vor 2028 zu rechnen.

Teil eines grösseren Pakets

Die Erleichterungen sind Bestandteil der Übereinkunft, mit der die Schweiz und Liechtenstein die US-Zusatzzölle abfedern wollen. Dazu gehören unter anderem Nullzölle auf Industrieprodukte, der Abbau von Zöllen auf bestimmte US-Agrarprodukte sowie angekündigte Investitionen Schweizer Firmen von mindestens 200 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre. Die Verhandlungen über ein rechtlich verbindliches Handelsabkommen laufen weiter.

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