Schwimmgemeinschaft glänzt am 54. Eulach-Meeting
Schwimmgemeinschaft beim 54. Eulach-Meeting in Winterthur | Bild: Zvg.
22 Medaillen, drei weitere KSS-Normen, zwei zusätzliche Qualifikanten für die Schweizer Nachwuchsmeisterschaften und reihenweise persönliche Bestzeiten: Die 20-köpfige Delegation der Schwimmgemeinschaft Liechtenstein hat am 54. Internationalen Decathlon-Eulach-Meeting in Winterthur eine eindrückliche Visitenkarte hinterlassen. Im Hallenbad Geiselweid traf das Team unter der Leitung von Anika Door, Roland Bäder und Alexander Bregenzer am 23. und 24. Mai 2026 auf ein stark besetztes Teilnehmerfeld. Am Ende standen mit acht Mal Gold, sieben Mal Silber und sieben Mal Bronze der hervorragende 5. Platz im Medaillenspiegel zu Buche.
Jonathan Neidow: fünf Goldmedaillen in sechs Rennen
Die auffälligste Einzelbilanz erzielte Jonathan Neidow (Jg. 2010, SCUL). Als jüngerer Jahrgang seiner Altersklasse entschied er fünf seiner sechs Rennen für sich: über 200m Freistil (2:02,38), 400m Freistil (4:20,42), 200m Rücken (2:17,50), 200m Lagen (2:15,56) und 400m Lagen (4:48,87). Einzig über 100m Freistil musste er sich knapp geschlagen geben und holte in starken 56,47 Silber. Dabei unterbot er – zusätzlich zu seinen vier KSS-Limiten aus Wien – auch über 200m Lagen, 200m Rücken und 100m Freistil die Qualifikationszeiten für Monaco 2027 und zählt derzeit zu den stärksten Schwimmern seines Jahrgangs in der Schweiz.
Veijalainen-Brüder mehrfach auf dem Podest
Eine fast ebenso beeindruckende Statistik lieferte der erst zehnjährige Thomas Veijalainen (Jg. 2016, SCUL) in der jüngsten Altersklasse ab. Bei acht Starts holte er sechs Medaillen: Gold über 50m Brust (42,06), 100m Brust (1:30,10) und 200m Lagen (2:59,29), Silber über 50m Freistil (32,14) und 50m Rücken (37,54) sowie Bronze über 100m Rücken (1:23,05). Auch sein Bruder Theo (Jg. 2013, SCUL) schwamm zweimal aufs Podest: Bronze über 100m Brust (1:24,81) und 200m Brust (2:59,73). Der älteste der drei Brüder, Noah (Jg. 2011, SCUL), holte über 200m Rücken Silber (2:36,12).
Benjamin Neidow (Jg. 2012, SCUL) stellte bei vier Starts vier persönliche Bestleistungen auf und sicherte sich über die Lagendistanzen zweimal Silber – in 2:31,44 über 200m Lagen und in 5:18,46 über 400m Lagen.
Aljimovic und Camijn überzeugen bei den Damen
Bei den Damen war Samina Aljimovic (Jg. 2007, SCAT) die erfolgreichste SGLI-Schwimmerin. Die routinierte Athletin, die diese Woche die schriftlichen Maturaprüfungen absolviert und deshalb nur am Samstag am Start war, sammelte dreimal Edelmetall: Silber über 50m Rücken (34,39) und 200m Brust (2:49,03) sowie Bronze über 50m Schmetterling (32,07). Ebenfalls zweifach auf dem Podest stand Moana Camijn (Jg. 2008, SCAT) mit Bronze über 50m Brust (39,45) und 100m Brust (1:25,43).
Zwei weitere Tickets für die Nachwuchs-SM
Sportlich mindestens so wertvoll wie die Medaillen waren die neuen Qualifikationszeiten für die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften. Thomas Veijalainen unterbot die Limite der Zwölfjährigen, Christina Stocker (Jg. 2014, BSC) qualifizierte sich über 200m Freistil und 200m Rücken. Damit hat die Schwimmgemeinschaft bereits neun Athletinnen und Athleten für die nationalen Titelkämpfe im Juli qualifiziert: Samina Aljimovic, Julius Schiedt, Luka Rohr und Jonathan Neidow für die Sommer-Schweizermeisterschaft in Lausanne sowie Christina Stocker, Clarissa Petzold, Benjamin Neidow, Theo und Thomas Veijalainen für die Nachwuchs-Schweizermeisterschaft in Basel.
Auch hinter den Medaillenrängen stimmte die Bilanz: Clarissa Petzold (Jg. 2012, SCUL) verpasste das Podest zweimal nur knapp, Lia Sibio (Jg. 2015, BSC) wurde starke Fünfte über 100m Freistil. Elin Roffler und Anna Sofia Hasler (beide Jg. 2012, BSC) bestätigten ihr konstantes Niveau mit FINA-Punktzahlen durchweg über 400.
Mit Schwung in die heisse Phase der Saison
Für die SGLI war das Eulach-Meeting eine wertvolle Standortbestimmung. Bereits im Juni stehen die Ostschweizer Titelkämpfe in Romanshorn und Kreuzlingen auf dem Programm, bevor es im Juli mit den Schweizer Meisterschaften in Lausanne und Basel zum sportlichen Höhepunkt geht.
