Neue Fahrbahnmarkierung soll Radfahrer auf der Schaanerstrasse sicherer machen

Pylonen an der Strasse

Ab Mai testet die Gemeinde Vaduz auf der Schaanerstrasse ein in Liechtenstein noch unerprobtes Verkehrskonzept: die sogenannte schmale Kernfahrbahn. Dabei wird die bestehende rund sechs Meter breite Fahrbahn neu aufgeteilt – beidseitig entstehen Radstreifen von je 1,50 Metern Breite, in der Mitte verbleiben rund drei Meter für den motorisierten Verkehr.

Das Besondere daran: Eine klassische Mittellinie gibt es nicht mehr. Autofahrer orientieren sich stattdessen an den seitlichen Radstreifenmarkierungen. Durch die optisch schmalere Fahrbahn sollen sie automatisch langsamer und aufmerksamer fahren. Im Begegnungsfall dürfen Fahrzeuge die unterbrochenen Markierungen der Radstreifen überfahren – sofern kein Radfahrer behindert wird.

Der Pilotversuch betrifft den Abschnitt zwischen Marianumstrasse und Lochgass. Die Gesamtbreite der Fahrbahn bleibt unverändert, ein Umbau findet nicht statt. Die Gemeinde setzt auf Markierungen, die kostengünstig wieder angepasst werden können.

Begleitet wird der Versuch von Verkehrserhebungen und Beobachtungen des Fahrverhaltens. Die Ergebnisse sollen bis Herbst 2026 vorliegen und als Grundlage für weitere Massnahmen dienen.

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