Irland lockt mit Fördergeldern auf die Atlantikinseln
Bild einer Insel zur Illustration | Foto: Gregor Meier
Irland lanciert ein Förderprogramm, um seinen abgelegenen Atlantikinseln wieder Leben einzuhauchen. Die Regierung stellt künftigen Hausbesitzern Zuschüsse von bis zu 92’000 Dollar in Aussicht – sofern sie leerstehende oder verfallene Gebäude auf rund 30 Inselgemeinschaften sanieren und dort dauerhaft wohnen oder langfristig vermieten.
Das Programm richtet sich gegen den Bevölkerungsschwund, der viele der rauen Aussenposten vor der irischen Westküste erfasst hat. Auf dem gesamten Archipel leben noch weniger als 3’000 Menschen; Inseln wie Inis Mór kämpfen mit einer überalterten Bevölkerung und der Abwanderung junger Erwachsener. Die historischen Strukturen sollen erhalten und die einzigartige Kultur dieser Gemeinschaften gesichert werden.
Um die maximale Förderung zu erhalten, müssen Antragsteller eine vor 2008 erbaute Immobilie erwerben oder besitzen, die mindestens zwei Jahre leergestanden hat. Auch internationale Käufer – darunter Amerikaner, die in Irland ohne Einschränkungen Immobilien erwerben dürfen – können von den Geldern profitieren. Die Regierung weist jedoch darauf hin, dass Grundeigentum kein automatisches Aufenthaltsrecht verleiht. Wer dauerhaft auf den Inseln leben möchte, muss den ordentlichen Einwanderungsweg beschreiten – etwa über eine Arbeits- oder Investitionsbewilligung.
