Bosnien demontiert Liechtenstein mit 6:0
Viktoria Gerner (10) im Spiel Liechtenstein - Bosnien | Fotos: Gregor Meier
Das Frauennationalteam Liechtensteins kassierte heute eine deutliche 0:6-Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina. Vor 764 Zuschauern waren die Gäste von der ersten Minute an überlegen und liessen dem Heimteam zu keinem Zeitpunkt eine reelle Chance.
Blitzstart der Bosnierinnen
Die Partie war noch keine fünf Minuten alt, als Milena Nikolić in der 5. Minute zur Führung traf. Nur eine Minute später erhöhte Selma Kapetanović auf 0:2 – Liechtenstein stand unter Schock. In der 8. Minute setzte Marija Milinković mit dem 0:3 bereits den dritten Nadelstich.

Die Liechtensteinerinnen fanden in der Folge kaum ins Spiel. Zwar endeten zwei Aktionen mit einem Torschuss, wirkliche Gefahr ging davon jedoch nicht aus. Nikolić schnürte in der 24. Minute mit ihrem zweiten Treffer den Doppelpack, ehe sie in der 35. Minute mit dem 0:5 ihren Hattrick perfektmachte. Auch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit blieben die Bosnierinnen am Drücker, ohne aber weitere Tore zu erzielen. Mit 0:5 ging es in die Pause.
Wechsel bringen kaum Besserung
Zur zweiten Halbzeit reagierten beide Trainer. Bosnien tauschte Nikolić und Milinković gegen Elma Husić und Andrea Grebenar aus. Bei Liechtenstein kamen Sofia Blumenthal und Eva Beck für Sina Kollmann und Felicia Frick.
Die Wechsel änderten am Spielbild jedoch wenig. Ein zaghafter Schuss in der 60. Minute war kein Problem für Torhüterin Somea Polozen. In der 64. Minute erhöhte Emina Ekić nach einem weiteren Angriffszug der Bosnierinnen auf 0:6.

In der 71. Minute sah Liechtenstein wegen Haltens die Gelbe Karte, sechs Minuten später traf es auch eine Bosnierin. Die beste Chance des Heimteams ergab sich in der 78. Minute: Viktoria Gerner stand frei vor dem Tor, ihr Abschluss landete jedoch sicher in den Händen der Torhüterin.
Klares Ergebnis
Das Endresultat von 0:6 spiegelt die Kräfteverhältnisse schonungslos wider. Liechtenstein war gegen die physisch und technisch überlegenen Bosnierinnen schlicht überfordert. Milena Nikolić war mit drei Toren die überragende Akteurin des Tages.
